Chocolate de paz

Die Friedensgemeinde San José de Apartadó in Kolumbien weigert sich seit ihrer Gründung 1997 Partei für eine der im bewaffneten Konflikt beteiligten Gruppen zu ergreifen – Paramilitärs, Guerillagruppen oder die Armee – und kämpft mit gewaltfreien Mitteln für ein Leben in Frieden. Mehr als 250 Mitglieder der Friedensgemeinde und Zivilisten, die in der Gegend wohnten, sind seitdem getötet worden oder gewaltsam verschwunden.

„The key to lasting peace in Colombia with FARC rebels may lie in the story of chocolate-producing peasant farmers.“ - Al Jazeera Journalist Michael Gillard

Chocolate de Paz beschreibt die Erfahrungen der Friedensgemeinde, die sich nicht am Konflikt beteiligen will. Er durchläuft dafür den Prozess von Anbau und Produktion von Bio-Schokolade mit Beginn der Aussaat der Kakaopflanze bis zur Verarbeitung. Kakao ist der Erzählfaden, der uns Geschichten von Gewalt und Widerstandskraft in einer Gemeinde näher bringt, die versucht, neutral gegenüber allen Gewaltakteuren des Konfliktes zu bleiben. Der Film bietet einen Ausblick der Hoffnung und belegt, dass es mit großen Schwierigkeiten möglich ist, über menschliche Beziehungen und lokalen Handel Frieden von unten aufzubauen.

Im Anschluss an die Filmvorführungen beantwortet die ehemalige pbi-Freiwillige Sandra Fritsch Fragen der ZuschauerInnen.

CO 2016, 60 Min., FSK ab 12 Jahren
Regie:
Gwen Burnyeat, Pablo Mejía Trujillo
CO 2016, 60 Min., FSK ab 12 Jahren
Regie:
Gwen Burnyeat, Pablo Mejía Trujillo
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