Mit wildem Pathos dirigiert ein Mann den Boléro von Ravel. Sein Gesicht, seine Augen reissen das Orchester und sein Publikum mit. Der Dirigent Sergiu Celibidache durchlebt einen seiner größten Erfolge. Er ist bekannt dafür, dass er keine Aufnahmen seiner Aufführungen wünschte. Er war überzeugt, dass man die Musik, die er dirigierte – ob seine eigenen Werke oder die anderer Komponisten – am besten live erlebt, im Moment des Spielens und der Aufführung der Sinfonien. Seine Überzeugung wurzelte in seinem Studium des Zen-Buddhismus, in dem er davon ausging, dass diese Aufführungen dem Zuhörer ein „transzendentes Erlebnis“ ermöglichten.