Vom Popsternchen zur gefeierten Schauspielerin – so stellt sich die junge Mima ihre Karriere nach ihrem Weggang von der Mädchengruppe CHAM! vor. Doch zunächst muss die angehende Schauspielerin ihr ganzes Können am Filmset unter Beweis stellen. Nach jeweils nur einzelnen Sätzen wird Mima eine Vergewaltigungsszene abverlangt – und um ihren Imagewandel zu bekräftigen, hat sie ein Aktshooting bei einem berühmten Fotografen. Nicht alle ihre Fans sind davon begeistert und sie erhält sogar Drohbriefe. Im Internet stößt die junge Frau auf ihr „Tagebuch“, das von ihrem Alltag berichtet und Details preisgibt, die nur sie wissen kann. In eine ihr fremde Rolle gedrängt, gestalkt und nach dem brutalen Mord an ihrem Drehbuchautor verliert Mima zunehmend den Halt in der Realität. Immer öfter sieht sie Illusionen einer anderen Mima – und auch die Morde in ihrem Umfeld gehen weiter …
Was ist wirklich wahr? Satoshi Kons Werk vermischt Cyberspace, Fiktion und Realität, Träume und Illusionen wie eine kunstvolle Trompe l’Œil-Malerei – ein Psychothriller, der bis zuletzt undurchschaubar bleibt.
VORFILM: DIARIES OF A GHOST
Perfect Blue“ ist ein interessanter, beklemmender Psycho-Thriller, ein freier Fall in die Verflechtung von Realität, Fiktion und Traum, der die Personenikonisierung und mediale Identitätszuweisung in unserer Unterhaltungsgesellschaft kritisiert.
Mima Kirigoe (Stimme im japanischen Original: Junko Iwao / deutsche Synchronstimme: Solveig Duda), Sängerin der mäßig erfolgreichen Girlgroup „Cham“, entschließt sich, auf das Anraten ihres Agenten hin, der Musikbranche den Rücken zu kehren und sich als Schauspielerin zu versuchen. Sie bekommt eine Rolle in einer TV-Serie, die ihrem bis dato kindlich unschuldigem Bild in der Öffentlichkeit gänzlich entgegenläuft, was ihrer Managerin Rumi (Rika Matsumoto / Carin C. Tietze), die selbst einst von einer Musikkarriere träumte und scheiterte, und natürlich ihren Fans missfällt. Sie wünschen sich die alte Mima im rosa Kostüm zurück. Wegen ihren Schuldgefühlen den früheren Bandmitgliedern gegenüber ohnehin verunsichert und durch die neuen Anforderungen von Selbstzweifeln geplagt, scheint Mima zu allem Übel auch noch von einem fanatischen Fan verfolgt zu werden, dessen unheilvolles Grinsen sie immer wieder vor sich sieht. Schließlich wird die erste Person, die mit ihr im Zusammenhang steht, ermordet...