Wunschfilm: To Have And Have Not

Mittwoch, 24.09., 18.45 Uhr Schloss Seefeld

Zu Ehren der kurzlich verstorbenen Laureen bacall zeigen wir ihren ersten großen Film:

Haben und Nichthaben
Originaltitel: To Have or Have Not - Regie: Howard Hawks - Drehbuch: Jules Furthman und William Faulkner, nach dem Roman "Haben und Nichthaben" von Ernest Hemingway - Kamera: Sydney Hickox - Schnitt: Christian Nyby - Musik: William Lava und Franz Waxman - Darsteller: Humphrey Bogart, Lauren Bacall, Walter Brennan, Dolores Moran, Walter Szurovy, Hoagy Carmichael, Sheldon Leonard u.a. - 1944; 94 Minuten

Filmkritik:

Im Mittelpunkt des Klassikers "Haben und Nichthaben" – bei dem es sich um die Verfilmung des 1937 veröffentlichten Romans "To Have and Have Not" von Ernest Hemingway handelt – steht die sich anbahnende Romanze zwischen zwei starken Persönlichkeiten, zwei Einzelgängern: dem zynisch-melancholischen Überlebenskünstler Harry Morgan und der selbstbewussten Marie Browning. Nach den Dreharbeiten wurden Humphrey Bogart und Lauren Bacall auch im wirklichen Leben ein Paar.

Inhalt:
Martinique im Sommer 1940: Der Amerikaner Harry Morgan (Humphrey Bogart) verdient sich seinen Lebensunterhalt mit einem Motorboot. Damit fährt er beispielsweise Mr. Johnson zum Angeln hinaus. Der hat bereits nach dem ersten Tag genug von dem Sport. Mit der Bezahlung vertröstet er Kapitän Morgan auf den nächsten Vormittag, denn er müsse sich das Geld erst in der Bank besorgen.

Am Abend beobachtet Harry Morgan in der Hotelhalle, wie die schöne Marie Browning (Lauren Bacall) Johnsons Brieftasche stiehlt. Er folgt ihr und stellt fest, dass Johnson ausreichend Reiseschecks gehabt hätte, ihn jedoch offensichtlich betrügen wollte, denn in seiner Brieftasche steckt auch ein Flugticket für die Frühmaschine am nächsten Morgen. Er stellt Johnson zur Rede. Als dieser gerade anfangen will, Reiseschecks zu unterschreiben, kommt es in der Hotelhalle zu einer Schießerei zwischen Anhängern von General Charles de Gaulle und Beamten der Vichy-Regierung, die Martinique kontrollieren und jeden verfolgen, den sie für einen Gegner halten. Johnson stirbt in dem Kugelhagel.

Die Freifranzosen waren im Hotel, um Harry Morgan dafür zu gewinnen, mit seinem Boot zwei der ihren heimlich von einer Nachbarinsel nach Martinique zu bringen. Morgan lehnte das ab, denn er weiß, wie riskant so ein Unternehmen ist.

In der Nacht erfährt er, warum Marie auf der Karibikinsel gestrandet ist: Sie war von zu Hause fortgegangen, um unabhängig zu werden, möchte inzwischen wieder zurück, aber nun fehlt ihr das Geld für den Weiterflug. Am nächsten Morgen nimmt Harry den gefährlichen Auftrag an Bücher von Dieter Wunderlich und kauft ihr ein Ticket für die Nachmittagsmaschine.

Er selbst fährt mit dem Boot hinaus. Unterwegs merkt er, dass sich der ständig betrunkene Eddie an Bord geschmuggelt hat, der sich einbildet, er müsse auf ihn aufpassen. Bei den Franzosen, die sie nachts am Strand einer Nachbarinsel aufnehmen, handelt es sich um ein Ehepaar. Während der Rückfahrt werden sie von einem Patrouillenboot entdeckt. Es gelingt ihnen, zu entkommen, aber bei dem kurzen Schusswechsel wurde der Franzose in die Schulter getroffen.

In der Hotelhalle steht Marie neben dem Barpianisten und singt. "Ich hab' eine Menge auf mich genommen, damit du hier 'rauskommst", brummt Harry, und sie erwidert: "Deshalb bin ich geblieben."

Der Hotelbesitzer, der zu den Freifranzosen gehört, versteckt den Verletzten und dessen Frau im Keller, und da sie es nicht wagen können, einen Arzt zu rufen, holt Harry ihm die Gewehrkugel aus der Schulter.

Die Polizei weiß, dass Kapitän Morgan zwei Freifranzosen nach Martinique gebracht und auf das Patrouillenboot geschossen hat, aber noch fehlt der Beweis. Um Harry zu einem Geständnis zu zwingen, wird Eddie eingesperrt. Doch Harry überrumpelt die drei Beamten, die ihn aus dem Hotelzimmer abholen wollen, zwingt sie mit vorgehaltener Waffe, Eddie durch ein Telefongespräch freizulassen und entkommt mit Marie und seinem Freund zum Boot.