15.9.: China blue

China Blue
USA 2005, R: Micha Peled, 87 Min.

Regisseur Peled teilt die Perspektive dreier Arbeiterinnen einer Jeansfab-rik; Menschen, überwiegend junge Frauen, die täglich unter Hochdruck bis zu 14 Stunden schuften – illegal ohne einen Vertrag in der Tasche und für einen Hungerlohn von zwei Euro pro Tag. Dabei grenzen die Zustände in diesen Betrieben schon an Sklaverei. Folglich sind Filmemacher bei den Unternehmern auch nicht willkommen. Peled hat sie überlistet und nur so Bilder eingefangen, denen die Augen kaum trauen wollen: Einige Mäd-chen heften sich Wäscheklammern an ihre Lider, damit sie im Erschöp-fungszustand nur ja nicht einschlafen. Nachts drängen sie sich in engen Achtbett-Zimmern mit dürftigen Waschmöglichkeiten. An ein Privat- oder gar Intimleben in solch bescheidenen Behausungen ist gar nicht zu den-ken. Männerbesuch ist nicht gestattet, Schwangeren droht eine Kündigung, wenn sie nicht abtreiben.

China Blue – AGENDA-21-Filmgespräch über Kleiderproduktion in China

Anlässlich der fairen Woche 2009 zeigt die lokale AGENDA 21 Herrsching den Dokumentarfilm „China Blue“ über die Auswirkungen der Globalisierung auf die Textilproduktion. Im Mittelpunkt des Films steht die 17jährige Chinesin Jasmin, die ihr Heimatdorf verlässt, um für ihre Schwester die Schulausbildung zu finanzieren. Sie verdingt sich als Arbeiterin in einer Kleiderfabrik und näht dort unter unmenschlichen Bedingungen Jeans für den internationalen Markt.

Der israelische Regisseur Micha X. Peled bietet in „China Blue“ einen schockierenden Einblick in die Arbeitsverhältnisse, unter denen in China Kleidung für die westliche Welt produziert wird. Gleichzeitig macht er den gnadenlosen Druck spürbar, den der globalisierte Markt auf Textilproduzenten und Arbeiter ausübt. Der Film entstand unter abenteuerlichen Bedingungen teilweise ohne Dreh­genehmigung. Die Filmcrew wurde während der Dreharbeiten mehrmals von den Behörden gestört, Mitarbeiter wurden festgenommen und Videobänder beschlagnahmt.

Die Veranstaltung wird mitgetragen vom Weltladen der Indienhilfe und gefördert von der Kampagne Fair Trade Towns. Zum Filmgespräch kommt Christiane Schnura von der Kampagne für Saubere Kleidung (CCC). Diese Organisation mit Sitz in Wuppertal kämpft für bessere Arbeitsbedingungen in der Bekleidungs- und Sportartikelindustrie.



Werbeflyer

Einführung zu den Filmen

Di., 4.8. Painful Peace

Anne Thoma in Herrsching

Painful Peace ein
Dokumentarfilm über Teenager im heutigen Kosovo,
Filmgespräch mit der Regisseurin Anne Thoma

HORIZONTE

Kino mit gesellschaftlichem Engagement im Film

7915 km
Seefeld: Mi.,5.8., 16.00 uhr
Herrsching:Sa., 1.8., 22.30 Uhr, So., 2.8., 18 Uhr
Ö 2009, 106 min., Regie: Nikolaus Geyrhalter („Unser täglich Brot“). Verknüpfungen in einer globalisierten Welt: Entlang der Rallyestrecke Paris-Dakar werden die überzogenen Projektionen durch die omnipräsente Medienwelt den Alltagsszenen gegenübergestellt.

Jagdzeit
Herrsching: Mi., 29.7., 20.30 Uhr
Seefeld: Do., 30.7., 18.00 Uhr, Sa., 1.8., 13.15 Uhr
D 2009, Regie: Angela Graas, 88 min. Ideale gegen Geschäfte, Schlauchboote gegen Tanker, Greenpeace gegen Fischereiministerium. 900 Wale werden jedes Jahr von der japanischen Fangflotte in den Gewässern der Antarktis getötet. Angela Graas folgt einer Greenpeace Aktion. Hat sie Sinn?

La forteresse
Herrsching: Fr., 31.7., 18.00 Uhr
Starnberg: Sa., 1.8., 11.00 Uhr
Seefeld: So., 2.8., 13.15 Uhr
Ch 2008, Regie: Fernand Melgar, 108 min., Durchgangslager Vallorbe. Familien, Frauen, Männer und Kinder sind auf der Flucht und der Suche nach einer neuen Heimat. Beeindruckende Studie über einen Zeitraum von maximal 60 Tagen, in denen sie kommen und gehen.

No more smoke signals
Seefeld: So., 2.8., 11.00 Uhr
Herrsching: Mi., 29.7., 22.30 UhrSa., 1.8., 18.00
Starnberg: Fr., 31.7., 17.30 Uhr
CH 2008, Regie: Fanny Bräuning, 90 min. Eine Radiostation, einsam auf einem kleinen Hügel in South Dakota, KILI RADIO. Ein vergessener Ort zwischen Kampf und Hoffnung, zwischen indianischem Mythos und dem Alltag im ärmsten Reservat der USA. Statt Rauchsignale die Radiowellen des Widerstands


Painful peace
Herrsching: Di.,4.8., 20.30 Uhr, Mi., 5.8., 18.00 Uhr
Starnberg: Mo., 3.8., 22.30 Uhr
Seefeld: So., 2.8., 17.30 Uhr
Kos/Ö/D 2008, Regie: Anne Thoma, 83 min. Milica, Bislim, Labinot und Lorenc - vier Teenager im Kosovo, acht Jahre nach dem Krieg, der noch immer allgegenwärtig scheint. Dagegen die internatio-nale Politikszene. Zwei Welten stoßen aufeinander, die in der Realität meist völlig getrennt bleiben.

Wild field - Dikoe pole OmeU,
Starnberg Di., 4.8., 20.30 Uhr
Seefeld: Mi., 5.8., 18.00 Uhr
Herrsching: So., 2.8., 20.30 Uhr, Mo., 3.8., 18.00 Uhr
Russland 2008, Regie: Michail Kalatosischwili, Ein bestechender, beeindruckender, tief menschlicher Film mit einer berauschenden Bildsprache und einer berückenden Gelassenheit im Angesicht einer bedrückender werdenden Zivilisation. Geschichte eines Landarztes in der Weite der Steppe, so als sei sie die Ödnis dieser Welt.

4.8. 20.15 Uhr Painful peace

Im Rahmen des FÜNF SEEN FILMFESTIVALS

Painful Peace
Dokumentarfilm über Teenager im heutigen Kosovo

Regie: Anne Thoma; Kosovo/Österreich/Deutschland 2008, Dokumentarfilm, HD Cam, Farbe, 84 Min., teilw. Originaltext (serb./alban./engl./ mit dt. Untertiteln)
Aufführung im Rahmen des FÜNF SEEN FILMFESTIVALS Beginn 20.15 Uhr!

Die junge Regisseurin Anne Thoma stellt uns vier Teenager im Kosovo vor: Elternlos gewordene Albaner, und eine Serbin, die sich vor albanischer Gewalt fürchtet. Gründe für Hass hat hier jeder - Frieden ist bisher nur die Abwesenheit von Krieg. Die vier kämpfen mit den Wunden des Krieges und träumen von einer besseren Welt. Parallel dazu versuchen internationale Vermittler ein Krisen­management in diesem endlos scheinenden Konflikt… Der Film war nominiert für den First Steps Award in Berlin 2008.

Anschließend Filmgespräch mit der Regisseurin Anne Thoma

Festivaltournee: ueber macht

7.5. - 20.5. Kino Breitwand

13 Dokuumentarfilme regen zum Nachdenken an über die Macht, ihre Kontrolle, über nötige und unnötige Regeln und die besten Wege zu mehr Selbstbestimmung. Wir zeigen in Seefeld vom 7.Mai - 20.Mai 2009 im Kino Breitwand Schloss Seefeld + AGENDA 21 Herrsching:

7.+8.5., 21 Uhr: Citizen Havel
Regie: Miroslav Janek und Pavel Koutecký , Tschechische Republik 2008, 119 Min., Tschech Orig. m. Untertiteln; ab 0
Der Dissident wird Präsident. Von den Kommunisten wurde er verfolgt. Nach dem Fall des Regimes wurde er zum ersten Staatspräsidenten der Tschechischen Republik. Václav Havel.

10.5. + 11.5, 21 Uhr: Die dünnen Mädchen
Regie: Maria Teresa Camoglio , Deutschland 2008, 94 Min.,
Die dünnen Mädchen, das sind acht junge Frauen zwischen 18 und 29 Jahren, die seit langem an Essstörungen leiden. Sie haben gehungert bis zur Selbstauflösung und können nicht einfach damit aufhören. Diagnose: Magersucht.

12.+13.5., 21 Uhr: Faustrecht
Regie: Robi Müller und Bernard Weber , Schweiz 2007, 84 Min., OmU; FSK 12
Jugendliche Gewalttäter. In den Medien werden sie oft zu »Monstern« reduziert, und zur Zuspitzung von Wahlkämpfen eignen sie sich auch prima. »Faustrecht« schaut genauer hin.

14. + 15.5., 21 Uhr Ihr Name ist Sabine
Regie: Sandrine Bonnaire , Frankreich 2007, 85 Min., OmU; FSK 0
Sabine und Sandrine Bonnaire sind Schwestern. Sabine ist Autistin. Sandrine dagegen gehört zu den großen Stars am Kinohimmel. Eine Hommage an die unbekannte Schwester.

16.+17.5., 21 Uhr: Zuoz - Schule der Elite
Regie: Daniella Marxer , Frankreich/ Österreich 2007, 71 Min., OmU
Wissen ist Macht. Wer in Deutschland auf eine öffentliche Schule geht, kann von den Lernbedingungen im »Lyceum Aloinum Zuoz«, einem imposanten Internat in den Schweizer Bergen, nur träumen.

17.5., 11 Uhr: Gesetzgeber
Regie: Frederick Wiseman , USA 2006, 217 Min., Englische OmU
Kann man Demokratie filmen? Es geht. Frederick Wiseman, der legendäre Chronist der amerikanischen Gesellschaft, beweist es mit »Gesetzgeber«.

18.5.+20.5., 21 Uhr: Manda bala - Send a Bullet
Regie: Jason Kohn, Brasilien/ USA 2007, 85 Min., OmU
Eine brasilianische Froschfarm, ein korrupter Politiker, ein reicher amerikanischer Geschäftsmann, ein Entführer aus den Slums von São Paulo. Ein visueller Essay, dessen expressive Bilder und poppige Klänge mit der Härte der sozialen Realität kontrastieren.

19.5., 19.30 Uhr Herrsching AGENDA 21: Monsanto (siehe Woche 14.-20.5. )

19.5.09 Monsanto - mit Gift und Genen

Monsanto, mit Gift und Genen
Frankreich 2007, R: Marie M Robin. 107 Min.

Genetisch veränderte Lebensmittel sind sicher. Das sagen die Hersteller-Firmen. Marie-Monique Robins brillante Recherche über den Biotechno-logie-Konzern Monsanto untersucht, wie die »wissenschaftlichen Bewei-se« für diese Behauptung zu Stande kommen. Sie findet heraus, dass Gen-Manipulierer auch Forschungsergebnisse manipulieren. Gegenstimmen bringt Monsanto systematisch zum Verstummen. Robins Film enthüllt die Einflussnahme des Konzerns auf Politik und Kontrollbehörden bei seinem weltumspannenden Griff nach der Macht über unser Essen.

Anschl,. Gespräch mit Ruth Tippe
promovierte Molekularbiologin und Spre-cherin von \"Kein Patent auf Leben\", Mit-glied von Gen-Ethisches Netzwerk e.V

19.4. 09: Ben X

Ben X
B/NL 2007, R: Nic Balthazar, 93 Min.

Der jugendliche Ben ist seit seiner Kindheit ein Außenseiter und kommt früh in psychiatrische Behandlung. Ein Arzt diagnostiziert das Asperger-Syndrom. Ben lebt in seiner eigenen Welt und diese Welt besteht vor allem aus dem Online-Spiel Archlord, das er in jeder freien Minute spielt und wo er als Ben X ein Held auf Level 80 ist. Seine reale Welt vermischt sich mit der Welt des Online-Spiels. In der Schule ist er dem Mobbing seiner Mitschüler ausgesetzt. Ben kämpft innerlich mit ihnen als Ben X aus dem Spiel. Die Situation eskaliert als Mitschüler ihn auf einen Tisch in der Schulklasse stellen und ihm die Hose herunterziehen. Noch am glei-chen Tag erscheinen mit Handys aufgenommene Filme im Internet. Als seine Spielgefährtin Scarlite aus Archlord ankündigt, ihn auch im realen Leben kennen lernen zu wollen, versucht er sie am Bahnhof zu treffen. Er sieht sie, kann sie jedoch nicht ansprechen und so lebt auch sie fort in seiner Phantasie. Ben hat jetzt eine Freundin, die jedoch nur er sehen kann und diese Freundin bewahrt ihn vor dem Selbstmord. Dieser Selbstmord wird von ihm unter Mithilfe seiner Eltern inszeniert. Erst auf der Trauer-feier zeigt sich Ben als Lebender und entblößt so Schülerschaft, Lehrer-schaft und die Öffentlichkeit, die von dem tragischen Ende Bens scho-ckiert war.

Anschl. Gespräch mit Christoph Hirte
Initiator der Elterninitiative rollenspielsucht.de, Vorstandsvorsitzender des Vereins AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT, betroffener Vater

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