AGENDA 21: Inuk

Dienstag, 17.12.2013, 19:30 Uhr, Herrsching

"Inuk"
Spielfilm über das Erwachsenwerden eines jungen Grönländers Jungen in Grönland

Inuk lebt mit seiner alkoholkranken Mutter in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. Um ihn zu stabilisieren, schicken ihn die Behörden in ein Jugendheim im Norden des Landes. Die Leiterin organisiert eine Robbenjagd mit örtlichen Jägern. Inuk wird dem wortkargen Jäger Ikuma zugeteilt, der selbst ein Alkoholproblem hat. Auf dem gefährlichen Jagdzug lernen die beiden nicht nur einander, sondern auch sich selbst neu kennen.
Preisgekrönter Spielfilm des französischen Regisseurs Mike Magidson, mit phantastischen Landschaftsaufnahmen und großartigen Laiendarstellern.

Filmgespräch mit mit Sophie Elixhauser
Anthropologin und Grönlandexpertin

Zum Film: Inuk

Flyer

AGENDA 21: Schmutzige Schokolade II

Dienstag, 3.12.2013, 19.30 Uhr, Herrsching

"Schmutzige Schokolade II": Film über Kinderarbeit auf Kakaoplantagen
Anschließ. Filmgespräch mit dem Regisseur Miki Mistrati

Der größte Teil des Kakaos, der in unserer Schokolade steckt, stammt aus der Elfenbeinküste. Dort arbeiten nach Schätzungen von UNICEF über 200.000 Kindersklaven auf Kakaoplantagen – unter erbärmlichen Bedingungen. Teilweise werden sie sogar aus Nachbarstaaten wie Mali auf die Plantagen verschleppt. Der dänische Dokumentarfilmer Miki Mistrati war schon einmal 2010 für investigative Filmaufnahmen in Westafrika und konnte dort aufdecken, wie das Geschäft der skrupellosen Menschenhändler funktioniert. Sein Film "Schmutzige Schokolade" wurde in über 20 Ländern der Welt im öffentlichen Fernsehen ausgestrahlt. Seitdem kämpfen die großen Schokoladenhersteller wie Nestle, Mars oder Cargill um das Vertrauen der Verbraucher: Sie versprachen die Finanzierung von Schulen, medizinischer Versorgung und Bildungsprogrammen in den Kakaoanbaugebieten.

2012 wollte Miki Mistrati die versprochenen Projekte besuchen, durfte aber nicht in die Elfenbeinküste einreisen. Dennoch gelangen ihm und seinem Team Aufnahmen, die an der Seriosität der Kakaoindustrie ernsthafte Zweifel wecken.
Im Anschluss an den Film stellt sich der Regisseur Miki Mistrati den Fragen des Publikums und berichtet von den Reaktionen auf seinen Film.

Es besteht außerdem Gelegenheit zur Verkostung von fair gehandelter Schokolade, bei deren Herstellung Kinderarbeit ausgeschlossen ist.

Fotos
Flyer

Zum Film: Schmutzige Schokolade 2

AGENDA 21: Peak

Dienstag, 19.11.2013, 19:30 Uhr, Herrsching

Die Industiralisierung der Alpen:
Klimawandel und Schneearmut gefährden den Skitourismus, von dem sich viele Alpenregionen wirtschaftlich abhängig gemacht haben. Durch massive technische Aufrüstung soll der wirtschaftliche Niedergang verhindert werden.
Der Südtiroler Regisseur Hannes Lang hat sich in den italienischen, französischen und Tiroler Alpen umgesehen, mit Liftbetreibern und Bergbauern gesprochen und die Veränderung und Zerstörung der Natur- und Kulturlandschaft durch den Massentourismus dokumentiert.
„Peak – Über allen Gipfeln“ wurde 2011 mit dem Dokumentarflmpreis des Goethe-Instituts ausgezeichnet. Filmgespräch mit Michael Pröttel, Diplomgeograf, Alpinjournalist, Vorstandsmitglied von Mountain Wilderness Deutschland e.V.

PEAK:
Skifahren – eine der beliebtesten Freizeitsportarten im Winterurlaub: perfekter Pulverschnee, Sonne, Berge, frische Luft und am Abend feiern beim Après Ski.
Vor allem in den Alpen hat sich der Massentourismus ausgebreitet und prägt das dortige Landschaftsbild. Doch das Paradies kränkelt. Durch den Klimawandel und die resultierende Schneearmut ist ein massiver Einsatz von Technik notwendig, um unabhängig von natürlichen Wetterbedingungen eine perfekte Winterlandschaft zu produzieren.

Das heutige Gebiet der Alpen ist zu einem bizarren Hybriden aus Technik und Natur geworden, gleichzeitig aber auch zu einem Spiegelbild unserer Gegenwart. Die Skigebiete müssen technisch ständig aufgerüstet werden, damit der Ski- und Snowboard-Tourismus weiterhin auf seine Kosten kommt.

PEAK beobachtet über ein Jahr lang die Bau- und Produktionsprozesse rund um den Ski-Tourismus und offenbart, was den Wintertouristen sonst unter der dichten Kunstschneedecke verborgen bleibt. Er zeigt die Modifikation von Landschaft und die bleibenden Spuren, die diese Eingriffe hinterlassen. PEAK fragt nach dem Verhältnis von Technik und Natur. Wie künstlich darf oder kann eine Landschaft sein? Oder: Wie künstlich muss sie sein, damit sie unserer Sehnsucht nach Urlaubsspaß und Erholung gerecht wird? Gleichzeitig erfährt der Zuschauer von den Protagonisten, wie schwierig das Überleben in den Alpen ist, wenn man sich nicht mehr auf das Wetter verlassen kann.

Regisseur Hannes Lang, der selbst in den Bergen aufwuchs, zeigt in spektakulären und gleichsam brachialen Bildern die Zwiespältigkeit der Industrialisierung der Alpen, die neben dem Raubbau an der Natur, für die Bevölkerung aber auch den notwendigen Tourismus erhält. Gezielt setzt er die Kamera als Beobachter ein, lässt die ebenso faszinierenden wie verstörenden Aufnahmen für sich sprechen. Ergänzt werden die Darstellungen von den Geräuschen vor Ort. Nicht selten weichen hier die idyllische Ruhe und der Klang des Volkstümlichen den Geräuschen von Ski-Lift, Diskothek und nicht zuletzt dem dröhnenden Lärm von Schneemaschinen.

Mit PEAK ist dem Regisseur ein intensiver und kraftvoller Dokumentarfilm gelungen, der die Industrialisierung der Alpen ins Visier nimmt und einen Blick hinter die Kulissen des Massentourismus wirft. In beeindruckenden Panoramaaufnahmen und mit aufrechten Stimmen von den Bewohnern der Alpen erschließt sich dem Zuschauer die bizarre neue Natur, die eine bereits verschwundene imitieren soll.

Flyer

AGENDA 21: Rosia Montana

Herrsching, 15.10.2013, 19:30 Uhr

Dienstag, 15. Oktober 2013, 19.30 Uhr
Kino Breitwand Herrsching, Luitpoldstr. 5, 5 Min. vom S-Bahnhof Herrsching
Kartenreservierung empfehlenswert! T. 08152-399610
Die Reihe Agenda-21-Kino wird gefördert durch die Gemeinde Herrsching.

"Roșia Montană"
Film über das historische Karpatendorf Roșie Montană

Der Film porträtiert das historische Karpatendorf Roșia Montană. Unter den alten Häusern und Gärten lagern die größten Goldvorkommen Europas. Ein Bergbaukonzern mit starken ausländischen Investoren plant, große Teile des Ortes und der Umgebung dem Erboden gleichzumachen, um an das begehrte Edelmetall zu kommen. Das Projekt sieht den Bau einer gigantischen Tagebaumine vor. Zur Gewinnung des Goldes soll hochgiftiges Zyanid verwendet werden – vielleicht ein notwendiges Risiko um die Gegend wirtschaftlich zu entwickeln – aber möglicherweise fatal für die wunderschöne Natur in der Region. Die Bewohner des uralten Fleckens inmitten der wildromantischen Bergnatur sind gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Viele haben sich für die Umsiedlung in große Städte entschieden aber eine kleine Gruppe stemmt sich mit aller Kraft gegen die Zerstörung ihrer Häuser. Die Menschen verteidigen diese mit allem, was sie haben. Doch der Druck wächst ständig, nicht zuletzt wegen des hohen Goldpreises. Ein zäher Kampf in einem tief gespaltenen Dorf, wo der Graben zwischen Befürwortern und Gegner oft quer durch die Familien verläuft.

"Im Anschluss an den Film besteht Gelegenheit, aus erster Hand und auf
lebendige Weise etwas über die aktuelle Entwicklung in Roșia Montană zu
erfahren.

Louisa Hoppe, Studentin der Europastudien in Chemnitz und Cluj
(Klausenburg), ist Aktivistin bei der Kampagne „Save Rosia Montana“.
Sie schreibt ihre Bachelorarbeit über die Auseinandersetzungen um die geplante
Mine, und war im August 2013 zusammen mit einem rumänischen Freund
3000 Kilometer auf einem Tandem quer durch Europa unterwegs, um auf das
Projekt der Rettung von Roşia Montană aufmerksam zu machen.

Weiterer Gast beim Filmgespräch ist die Goldschmiedemeisterin und
freischaffende Künstlerin Petra Hoch-Dosch aus Weichs. Sie fertigt
Schmuck aus fair gehandeltem und umweltfreundlich gewonnenem Gold einer
argentinischen Bergbaukooperative, und aus Edelsteinen von einer
fairtrade-zertifizierten Mine."

Leben mit der Energiewende

Herrsching, 24.9., 19:30 Uhr

In zusammenarbeit mit der Agenda 21 Herrsching:

Die Energiegenossenschaft Fünfseenland (EGF) und die Lokale Agende 21 Herrsching laden ein zum Filmgespräch am 24.09.2013 19:30 Uhr in das Kino Breitwand in Herrsching.
Gezeigt wird:
Das Leben mit der Energiewende von Frank Farenski
Frank Farenski ist unabhängiger TV-Journalist und arbeitet seit vielen Jahren für das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Er hat diesen Autorenfilm unabhängig von allen Fernsehsendern, Verlagen usw. produziert und stellt ihn auch barrierefrei (Open-Source) im Internet zur Verfügung.
In seinem 1 3/4-stündigen Plädoyer für die Energiewende beleuchtet er kaleidoskopartig ihre Chancen und Hemmnisse. Die Solarenergie ist ein Kernthema im Film. Er kritisiert die gegenwärtigen politischen Randbedingungen und die Abhandlung des Themas in den öffentlichen Medien. Er zeigt aber auch die zahlreichen unternehmerischen Visionen und Engagements der Bürger, die hoffnungsvoll machen. Er kommt zu dem Schluss, dass ein Gelingen der Energiewende vorwiegend in den Händen der Bürger und ihren kommunalen Organisationsformen liegt.
Nach dem Film findet ein Filmgespräch mit der EGF und Hrn. Ludwig Hartmann, MdL, Grüne, als Experten statt.

AGENDA 21: Sauacker

17.9.2013, 19:30 Uhr Herrsching

Dienstag 17. September ‚13, 19.30 Uhr - im Rahmen der "Fairen Woche" und des "Tages der Regionen":
SAUACKER
Doku über den Generationswechsel auf einem Bauernhof
Die Zeit der mittelständischen Bauernhöfe mit Milchvieh, Schweinen und Hühnern scheint vorbei zu sein. Dennoch wirft der Jungbauer Philipp alles in die Waagschale, um den elterlichen Hof zu übernehmen. Er ist Bauer mit Leib und Seele und kann es kaum erwarten, den Betrieb nach seinen Vorstellungen umzukrempeln. Die Eltern sehen ihren ohnehin knappen Besitzstand in Gefahr. In »SauAcker« (Regie: Tobias Müller) geht es um einen Vater-Sohn-Konflikt und um Generationengerechtigkeit, um EU-Richtlinien und Bankkredite, um Globalisierung und die Zukunft unserer Landwirtschaft.
Filmgespräch mit Stefan Kreppold, Biobauer, Künstler und stellvertretender Sprecher des Arbeitskreises Landwirtschaft beim Bund Naturschutz

AGENDA 21: JÎN

30.7., 19:30 Uhr, Herrsching

Dienstag 30. Juli ’13, 19.30 Uhr - im Rahmen des FSFF
JÎN
Spielfilm über eine junge Frau im türkisch-kurdischen Konflikt
Die 17-jährige Jîn kämpft auf der Seite kurdischer Rebellen im Osten der Türkei. Als sie schließlich desertiert, gerät sie zwischen die Fronten. Vor der grandiosen Kulisse Ostanatoliens - zugleich Märchenwald und Kampfzone – flieht sie vor Militär, Heckenschützen und Männern, die sie als Freiwild ansehen. Doch Jîn ist das kurdische Wort für „Leben“, und die Natur wird ihre Beschützerin. Atemberaubend starker Film des türkischen Regisseurs Reha Erdem, Weltpremiere auf der Berlinale 2012.
Filmgespräch mit Haydar Işık, Schriftsteller und Kolumnist, Mitbegründer des kurdischen P.E.N.-Zentrums in Deutschland

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