Wunschfilm des Monats: Die rote Violine

Mittwoch, 07.10.2015, 19:00 Uhr, Starnberg

Mit Einführung durch Thomas Lochte vom Starnberger Merkur

Die rote Violine
CDN/GB/ 1998, 140 Min.
Regie: François Girard, mit Greta Scacchi, Jean-Luc Bideau, Anita Laurenzi

Cremona, Italien, 17. Jahrhundert. Der Geigenbauer steht vor der Vollendung seines Meisterwerkes: die perfekte Violine. Als zur gleichen Zeit seine über alles geliebte Frau im Kindbett stirbt, setzt er schmerzerfüllt sein Lebenswerk fort und schafft als unvergängliches Zeichen seiner Liebe ein Instrument, das von einer ganz besonderen Anziehungskraft durchtränkt ist. In den folgenden drei Jahrhunderten sind Freude und Leid, Leben und Tod die wechselnden Begleiter dieses magischen Instruments. Wer sie einmal gehört hat, bleibt ihr auf ewig verfallen... bis heute.

Film im italienischen Original: Il rosso e il blu

Mittwoch, 30.09.2015, 19:30 Uhr, Starnberg

Mit Einführung von Ambra Sorrentino-Becker

Rot und blau


IT 2014, 98 MIn., OmU
Regie: Giuseppe Piccioni, mit Margherita Buy, Riccardo Scamarcio, Roberto Herlitzka

An einer römischen Schule treffen die unterschiedlichsten Charaktere aufeinander: Eine strenge Direktorin muss sich um einen 14-jährigen Klassenclown kümmern, der damit klarzukommen versucht, dass seine Mutter kürzlich verschwunden ist. Der Aushilfslehrer Giovanni Prezioso geht seinen Job mit viel Einsatz an, stößt aber mit seinem Idealismus rasch an Grenzen. Sein älterer Kollege, der Kunstlehrer Fiorito, ist dagegen zum Zyniker geworden – doch eine ehemalige Schülerin verändert seine Weltsicht. Und dann ist da noch ein rumänischer Junge und seine ausgeflippte Freundin, die sich nicht in das Korsett fügen, das ihnen die Erwachsenen anlegen wollen…

Nach dem Roman "Il Rosso E Il Blu - Rot und Blau" von Marco Lodoli.

Wiederholung, 7.10.2015, 18 Uhr Herrsching, ohne Einführung

Zum Film: Rot und Blau

Events

Jugendfilme A - Z

Kinderfilme A - Z

Junge Filme von der HFF München

Dienstag, 29.09.2015, 20:00 Uhr, Starnberg

Eine Zusammenarbeit von Kino Breitwand und Kulturforum Starnberg. Zusammengestellt von Susanne Quester

Junge Filme von der HFF München
Das Kino Breitwand und das Kulturforum Starnberg haben in ihren gemeinsamen Filmveranstaltungen schon sehr oft brisante gesellschaftliche und weltpolitische Themen behandelt und zur Diskussion gestellt. In dieser neuen Filmreihe möchten wir nun die Kunstform Film selbst betrachten und zeigen dazu experimentelle Regiearbeiten von Jungfilmern der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) in München. Seit 1966 bildet die renommierte Hochschule junge Regisseure aus, die mit immer neuen Ideen nach ihrer Vision des Kinos suchen. Die Reihe "Junge Filme von der HFF München" lädt vier von ihnen ins Breitwandkino ein und zeigt ihre ersten Regiearbeiten. Was sie miteinander verbindet, ist der spielerische Umgang mit filmischen Erzählformen und Mut zum Experimentieren.

Wir freuen uns auf ungewöhnliche Kinoerlebnisse und anregende Gespräche mit den Filmemachern!

Dienstag, 29.9.2015

HYBRIDE ERZÄHLFORMEN MIT HUMOR
In Anwesenheit der Regisseurin Susanne Quester


Dokumentarische Aufnahmen und fiktionale Geschichten vermischen sich in den Filmen von Susanne Quester zu einem humorvollen Spiel mit Perspektiven und Ebenen. Im Stil eines ethnographischen Dokumentarfilms erzählt der Kurzfilm FINOW von einem utopischen Waldstaat, dessen kleinwüchsige Bewohner ihre Tage mit harter Arbeit verbringen. Gedreht wurde unter anderem am Maisinger Bach und im Waldkindergarten Starnberg. Im Gespensterfilm HOTEL ARNOLD wohnt ein Geist unbemerkt einem alten Hotel. Als eine unglückliche Frau sein Zimmer bezieht, versucht er, Kontakt zu den anderen Bewohnern aufzunehmen. HEIDIS LAND ist eine nostalgische Reise durch die Alpen. Bergbewohner, Wissenschaftler und Heidi-Fans erinnern sich an die Heldin ihrer Jugend. Fiktion und Kindheitserinnerungen fließen ineinander und formen ein seelisches Alpenpanorama.

FINOW (Mocumentary, s/w, 7 min, HFF 2002)
HOTEL ARNOLD (Kurzspielfilm, 15 min, mandarinenfilm/HFF 2009)
HEIDIS LAND (Dokumentarfilm, 48 min, ifproductions/HFF 2012)

Flyer

Filmgespräch: Berlin East Side Gallery

Dienstag, 29.9.2015, 19:30 Uhr, Seefeld

Filmgespräch mir Regisseurin Karin Kaper

Ein Kinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies anläßlich des 25jährigen Bestehens der East Side Gallery im Jahr 2015.



Das längste noch erhaltene Stück Berliner Mauer gilt als größte Open Air Galerie der Welt und zieht seit ihrer Eröffnung 1990 Millionen Besucher aus aller Welt an.
Die Dokumentation bietet einen Einblick in die Gesamtgeschichte des Symbols für Freiheit und Menschenrechte. Kommentarlos erhebt sich ein vielstimmiger Chor: unterschiedlichste Akteure nehmen leidenschaftlich Stellung zu Hintergründen und Konflikten.

Karin Kaper und Dirk Szuszies haben viele Künstler und alle an der Restaurierung und Sanierung im Jahr 2009 Beteiligten als einziges Filmteam der Welt von damals bis heute begleitet. Archivmaterial der Künstler von 1990 ermöglicht zudem einen authentischen Rückblick.

In einem Bürgerentscheid 2008 hatten sich 87% der Wahlberechtigten im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gegen eine Bebauung des Spreeufers und des ehemaligen Todesstreifens an der East Side Gallery ausgesprochen. Dennoch entstehen dort nun monströse Hochbauten, für die bemalte Mauersegmente entfernt wurden. Der Kampf der Künstlerinitiative East Side Gallery gegen die Interessen mächtiger Investoren steht beispielhaft für die weit verbreitete verfehlte Stadtentwicklung in den Ballungszentren.

Im Film leisten Künstler aus diversen Ländern einen ungewöhnlicher Beitrag zur Aufarbeitung der deutsch-deutschen Teilung und der damit verbundenen Gedenkkultur.
Eine Fragestellung steht im Mittelpunkt: Was bedeutet uns Freiheit, was ist sie uns wert? Lassen sich Momente des Lebens, die spontaner Ausdruck der Freude über das Ende brutaler Grenzziehung waren, als Denkmal in der Gegenwart bewahren und in die Zukunft retten?

Flyer

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