Soundtracks: Claudius Ress LIVE + Film

4.2., 20.30 Uhr Kino-Lounge Schloss Seefeld

Ein weicher, manchmal gedämpfter Trompetensound und das Flügelhorn stehen im Mittelpunkt
dieses klaren und durchschneidenden Modern-Jazz, der einer fließenden Offenheit folgt, sich
aber auch einem nervös akzentuierten Funkgroove oder einem Abstecher zu rhythmischen
Abenteuern nicht verschließt. Aus einem abwechslungsreichen Mix verschiedener Stilistiken
von Klassik bis P.O.P. schöpfen sich melancholisch einfühlsame und zugleich dunkel kraftvolle
Melodien und elegant gewebte harmonische Strukturen.
Kurzbiographie Claudius Ress:
geboren 1975 in München
1997 – 2002 Studium der Jazz-Trompete bei Prof. Claus Reichstaller in München
seit 2003 freischaffender Musiker

Anschl.
Poll, der neue Film von Chris Kraus (Vier Minuten)

Cine-Lettres Thomas Darchinger liest aus \"The Dead\"

Neue Filmreihe im Kino Breitwand

Ab Ende Januar 2011 wollen wir Film und Literatur miteinander verbinden.
Den Anfang macht eine Lesung von Thomas Darchinger aus dem Roman \"Die Toten\" von James Joyce, mit anschl. Vorführung der sensiblen und bewegenden Verfilmung von john Huston aus dem Jahre 1987.

Sonntag, 30.1.2011, 11 Uhr Kino Breitwand Starnberg,
Mittwoch, 2.2.2011, 19.30 Uhr Kino Breitwand Schloss Seefeld

DIE TOTEN von James Joyce

Inhalt

Diese letzte und umfangreichste Erzählung (50 Druckseiten), bildet den Schwerpunkt der Sammlung \"The Dubliners\". Die Erzählung gilt als „eine Achse in Joyce Werk“ (Ellmann) und wurde schon 1906/07 im Alter von 24/25 geschrieben. Thema ist der alljährliche Ball der drei Jungfern Morkan: Das Eintreffen bestimmter Gäste, die Tänze, die Musik, das Essen, die Gespräche und vor allem die Gedanken von Gabriel Conroy, dem jungen Protagonisten.

In einem Dutzend detailliert beschriebener überraschender Stimmungsumschwünge erfahren die Figuren, wie dünn der freundschaftliche Firnis ihrer unausgeloteten Beziehungen ist. Immer wieder entwickeln sich in den freundlich beginnenden Gesprächen gegenseitige Spitzen und Verletzungen, die unter der Oberfläche der Ausgelassenheit des Festes das brüchige Eis der Beziehungen offenbaren – die Figuren leben in einer anhaltenden Verunsicherung über die Wertschätzung ihrer Person im Auge der anderen und im Zweifel über die Aufrichtigkeit von Gunstbezeugungen.

Erst am Ende der an vielen Konversationsklippen gescheiterten Verständigung gibt es eine dreifache Versöhnung: Das allgemeine Lachen beim Aufbruch der Gäste, die Reue des Sängers nach seiner plötzlichen Schroffheit und – die Kernstelle – die Vergebung, in der Gabriel seiner Frau die Romanze mit einem früh verstorbenen Verehrer verzeiht und versöhnt beschließt, doch mit ihr an ihre familiären Ursprünge in den Westen der Insel zu reisen.

Die Toten ist die einzige Erzählung, die nicht an Einzelnen eine irische Schwäche ironisch vorführt, sondern an einer ganzen Gruppe ein Allgemeinmenschliches. Sie wird oft autobiografisch interpretiert als Verarbeitung persönlicher Erinnerungen, vor allem von Joyce\' Eifersucht auf einen Jugendfreund seiner Frau, der früh an Tuberkulose starb. Aber deutlich wird auch die Befürchtung, „dass die tote Stadt ungebührlich auf die lebende“ (Ellmann) übergreifen könnte bzw. der wildere Westen der irischen Insel auf den kultivierteren Osten.

Joyce’ Analyse der Gespräche auf dem Fest zeigt dagegen immer wieder, dass auch die dort versammelte irische Gesellschaft voller Reibungen, voller Konflikte und voller Leben ist, die die von ihm so gehasste „Paralyse“ von innen aufbrechen könnten. Bei aller Distanz gegenüber der irischen Lähmung lässt Joyce seine Hauptfigur Gabriel versöhnt einschlafen und die Dubliner mit der vagen Möglichkeit einer gemeinsamen Zukunft enden:

„Langsam schwand seine Seele, während er den Schnee still durch das All fallen hörte, und still fiel er, der Herabkunft ihrer letzten Stunde gleich, auf alle Lebenden und Toten.“

Cinema Francais im Februar 2011

Le Concert, OmU


Termine:
Dienstag, 1.2., 20.00 Uhr Schloss Seefeld
Mittwoch, 2.2., 19.30 Uhr Starnberg

Le Concert - Das Konzert
Fr 2010, 119 min.,
Regie: Radu Mihaileanu,
mit François Berléand, Lionel Abelanski, Mélanie Laurent

Der Dirigent des Bolschoi-Orchesters verliert seinen Job, weil er seine jüdischen Mitarbeiter nicht entlassen will. Nun arbeitet er als Putzmann an seiner einstigen Wirkungsstätte. Dort lässt er ein Fax mit der Einladung des Orchesters nach Paris aus dem Büro des
Direktors verschwinden und hat die verrückte Idee, mit seinem Orchester in alter Besetzung unter falschem Namen im Théâtre du Châtelet zu spielen. Dazu will er eine junge Violinistin unbedingt auftreten lassen. Er hat zu ihr eine Verbindung, die sich erst zum Konzert klären soll. Die Fahrt nach Paris wird zu einem Desaster, die Widrigkeiten nehmen zu, aber das Konzert wird trotz allem Unbill am Ende stattfinden und erfolgreich sein, auch in persönlicher Hinsicht.

Mit einer Einführung durch Francine Martens auf Französisch

Tanzfilme im Kino Breitwand

Breath Made Visible / Black swan / La Danse

Ab 20.1. :
Black Swan
USA 2010, 103 min., Regie: Darren Aronofsky, mit Vincent Cassel, Natalie Portman, Barbara Hershey, Winona Ryder, Mila Kunis

Ein Blick in die gnadenlose Welt der New Yorker Ballettszene

Ab 20.1.:
La Danse – das Ballett der Pariser Oper
Fr/USA 2009, Regie: Frederick Wiseman, 158 min.,
mit Solotänzern, Corps de Ballet, Orchester und Schule der Opéra National de Paris, Choreographien von Wayne McGregor, Sasha Waltz, Mats Ek,
Rudolf Nurejew, Pierre Lacotte, Pina Bausch und Angelin Preljocaj, Musik von Berlioz, Bach, Tschaikowsky, Gluck, Lanza und Talbot

Die Kamera streift durch das riesige Palais Garnier, einem opulenten Bau aus dem 19. Jahrhundert: durch die Korridore mit ihren Kristallleuchtern und die labyrinthartigen unterirdischen Gewölbe, von den lichterfüllten Proberäumen bis in den luxuriösen Theatersaal mit seinen 2.200 scharlachroten Samtsesseln und einem Deckengemälde von Marc Chagall. Vor allem aber beobachtet La Danse unfassbar schöne junge Frauen und Männer – darunter Nicolas Le Riche, Marie-Agnes Gillot und Agnes Letestu – dabei, wie sie sieben Ballette proben und aufführen

Schon im Kino:
Breath made visible
USA 2009, 80 min., Regie: Ruedi Gerber, mit Anna Halprin, Lawrence Halprin, Merce Cunningham,
A. A. Leath, Simone Forti, John Graham

Unter Insidern gilt Anna Halprin als eine der Wegbereiterinnen des modernen Tanzes. Ihr künstlerischer Stil ist geprägt vom Ausdruck realer Dinge des täglichen Lebens.

Maos letzter Tänzer
(Mao’s Last Dancer) Australien 2009, 117 min., Regie: Bruce Beresford, mit Chi Cao, Bruce Greenwood, Kyle MacLachlan

Die mitreißende Geschichte des herausragenden Balletttänzers Li Cunxin zeigt in bewegenden Bildern den Weg eines unscheinbaren, aber außergewöhnlich talentierten Jungen in die Weltliga der hohen Kunst des Balletts. Entstanden ist ein emotionaler Film über einmalige Chancen im Leben, über Freiheit, die erste Liebe und die Kraft des Tanzes.

Zum Film: Breath made visible

Geburt - In Anwesenheit von Regisseur Erich Langjahr

Donnerstag, 27.1.2011

Donnerstag, 27.1.2011, 19.30 Uhr Kino Breitwand Herrsching

In diesem Film erlebt der Zuschauer die Geburt des Menschen als elementares,körperliches und sinnliches Erlebnis.Im Mittelpunkt steht das Geheimnis des werdenden Lebens. Daran ist der Zuschauer
unmittelbar beteiligt. Der Film hält anschaulich fest, wie Frauen das Unplanbare und nausweichliche wagen, wie sie den Ängsten und Unsicherheiten ein Vertrauen entgegensetzen, im eigenen Rhythmus von Loslassen, Abwarten und Innehalten. So erzählt der Film eine Geschichte, in der die wichtigen Momente einer Schwangerschaft erlebbar werden: Die Begegnung zwischen der werdenden Mutter und ihrer Hebamme, die Zuwendung und das Miteinander zwischen Mann und Frau und letztlich einer der intensivsten Momente im Leben eines Menschen, der mit Glück, Schmerz und Schrecken zugleich verbunden ist.

Filmografie
Erich Langjahr hat neben vielen Kurzfilmen bisher sieben abendfüllende Kinofilme realisiert: Morgarten findet statt 1978, Ex Voto 1986, Männer im Ring 1990, Sennen-Ballade 1996, Bauernkrieg
1998, Hirtenreise ins dritte Jahrtausend 2002 und Das Erbe der Bergler 2006. Er erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, so die Goldene Taube des Int. Filmfestivals Leipzig, den Innerschweizer Kulturpreis und den Schweizer Filmpreis.
Silvia Haselbeck arbeitet seit über 20 Jahren zusammen mit Erich Langjahr. Geburt ist der erste Film der in Co- Regie entstanden ist.

Festival «Vision du Réel» Nyon
Wir lernen die charismatische Hebamme Patricia kennen, die ihren Beruf mit Ruhe und Urvertrauen ausübt. Ihre Gesten und Worte, ihr Lächeln fordern dazu auf, sich an dieser Feier des Lebens zu beteiligen, die Erich Langjahr und Silvia Haselbeck mit dem richtigen Abstand und bemerkenswerter
Zurückhaltung zu filmen verstehen. Nie verletzen sie während der einzelnen Etappen der Schwangerschaft die Intimsphäre, sondern nehmen innig Anteil am unvergesslichen Ritual werdenden
Lebens. Hier ist eine reife filmische Konzeption am Werk, die sich Zeit lässt für eine Vision, die nichts erschüttern kann.
Jean Perret

English Cinema im Januar 2011

Lost in Translation und The Social nework

Termine:
Montag, 24.1.2011. 19.30 Uhr in Herrsching: Lost in Translation, OmU
Mittwoch, 26.1.2011, 19.30 Uhr in Starnberg: The Social Network, OmU

LOST IN TRANSLATION
USA 2003
Regie: Sofia Coppola
Darsteller: Bill Murray, Scarlett Johansson, Giovanna Ribisi

Ein alternder Hollywood-Schauspieler und eine Frau Mitte zwanzig fragen sich in der Einsamkeit ihrer Hotelzimmer in Tokio, was ihrem Leben fehlt. Sie begegnen sich, hören einander zu und entwickeln Sympathie füreinander – aber es handelt sich um eine Freundschaft, die in der gewohnten Umgebung gar nicht erst entstanden wäre und sich auch nicht in den Alltag mitnehmen lässt.

Sofia Coppola erzählt die oberflächlich komische, im Grunde jedoch traurige Geschichte über die Bedeutung der Kommunikation eher beiläufig. Sie versucht nicht, die Erfahrung der beiden Hauptfiguren aufzupumpen und beschränkt sich auf Blicke, Gesten und Andeutungen:

THE SOCIAL NETWORK:
USA 2010, Regie: David Fincher, 121 min., mit Justin Timberlake, Rashida Jones, Jesse Eisenberg

Brilliant von David Fincher inszeniert geht es um den kometenhaften Aufstieg und harten Fall der Gründer von Facebook. Eine Geschichte über junge Harvard Studenten, allen voran Mark Zuckerberg, heute Multimilliardär, die das Phänomen unserer Zeit in ihren Studierzimmern entwarfen und darin endeten, sich gegenseitig um Millionen zu verklagen. Eröffnungsfilm des New Yorker Filmfestivals

Zum Film: The Social Network

Das Narrenschiff

Wunschfilm im Januar

Das Narrenschiff (Ship of Fools)

ist ein Film aus dem Jahr 1965, der die Geschichten verschiedener Passagiere eines Linienschiffes in den 1930er Jahren erzählt.

Rollen übernahmen Vivien Leigh, Simone Signoret, José Ferrer, Lee Marvin, Oskar Werner, Michael Dunn, Elizabeth Ashley, George Segal, José Greco und Heinz Rühmann.

Einführung durch Filmjournalist Thomas Lochte

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