Nicolette Krebitz

Fokus Drehbuch

Eigenwillig und mit einer eigenen Filmsprache behaftet hat die Schauspielerin Nicolette Krebitz den Weg von einer bekannten Filmschauspielerin zu einer Regisseurin genommen, die mit ihrem letzten Film WILD auf den Filmfestspielen in Toronto gefeiert wurde. Das Fünf Seen Filmfestival wird diesen Film präsentieren und den Film UNTER DIR DIE STADT des ebenfalls großartigen Autorenfilmers Christoph Hochhäusler.

Nicolette Krebitz ist am 30.7. und 31.7. auf dem Fünf Seen Filmfestival anwesend:

Samstag, 30.7. | 18:00 Uhr | Schlossberghalle Starnberg Saal 2
Fokus Drehbuch: Podiumsdiskussion mit Rosa von Praunheim, Florian David Fitz, Philipp Weinges, Marie Noelle, Nicolette Krebitz

Samstag, 30.7. | 20:30 Uhr | Kino Starnberg
WILD

Samstag, 30.7. | 20:30 Uhr | Kino Starnberg
UNTER DIR DIE STADT

Sonntag, 31.7. | 11:00 Uhr | Schloss Seefeld
Fokus Drehbuch: Werkstattgespräch mit Sebastian Schipper und Nicolette Krebitz

Sonntag, 31.7. | 13:00 Uhr | Schloss Seefeld
TREFFEN SICH ZWEI

WILD

Horizonte und Videokunst

Preisträger 2016

Verleihung des Horizonte-Filmpreis

Um den Horizonte-Filmpreis 2016 konkurrierten sieben Filme, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Begebenheiten und menschenrechtlichen Themen auseinandersetzen. Die diesjährige Jury bestand aus Journalist Manfred Frei, die Schauspielerin Katharina Schwarz, der Verleger Anton G. Leitner, Prof. Alexander Decker von der Technischen Hochschule für digitale Medien und der Komponist Mathis Nitschke.

Nach einer intensiven Diskussion ist die Jury zu dem Schluss gekommen, dass es zwei Filme sind, die den Horizonte Filmpreis verdienen:

Jurybegründung ALS DIE SONNE VOM HIMMEL FIEL (Regie: Aya Domenig)

Ein Film gegen das Vergessen:

Die Filmemacherin Aya Domenig begab sich zunächst aus persönlichen Motiven auf die Suche nach der Geschichte ihrer Großeltern, die den Abwurf der Atombombe von Hiroshima 1945 nicht nur erlebt und überlebt haben, sondern auch als Arztfamilie in die Behandlung der Opfer direkt involviert waren. Während der Recherchen ereignete sich im Jahr 2011 die atomare Katastrophe von Fukushima.

Die Filmemacherin Aya Domenig schafft es, uns in Gesprächen mit den letzten verbliebenen Zeitzeugen Einblicke in die Grausamkeit der Geschehnisse zu geben, die von offizieller Seite in beiden Fällen bis heute geleugnet werden. Scham und Ehrverlust führten zu einem Schweigen und Verdrängen, auch auf Seiten der Bevölkerung.

Der Dirigent und Komponist Leonard Bernstein sagte einmal: „Der Abwurf der Atombombe ist der schlimmste Zivilisationsbruch in der Geschichte der Menschheit.“ Mit ihrem Film „Als die Sonne vom Himmel fiel“ beweist Aya Domenig Mut, hält die Erinnerung wach und schärft das Bewusstsein.

Jurybegründung UN PAESE DI CALABRIA (Regie: Catherine Catella, Shu Aiello)

Ein Film für die Hoffnung:

Denken wir bei Flüchtlingen oft an Probleme, dreht dieser Film die Perspektive um, und zeigt, wie Flüchtlinge ein aussterbendes Dorf mit neuem Leben erfüllen. Am Strand des armen, von organisierter Kriminalität gebeutelten Dorfes Riace in Kalabrien strandeten bereits vor fast 20 Jahren 200 Kurden. Ein junger Mann aus dem Dorf brachte damals seinem verdutzten Vater 10 Schiffbrüchige mit nach Hause. Das Dorf hatte die gute Idee, die verrotteten, leerstehenden Häuser von den Flüchtlingen wieder instandzusetzen und von ihnen bewohnen zu lassen.

Die Regisseurinnen Shu Aiello und Catherine Catella zeigen nicht nur die wunderschöne mediterrane Landschaft sondern auch die menschliche Wärme, die unterschiedlichste Kulturen und Traditionen, sogar Glaubensrichtungen vereint. Das geht so weit, daß der katholische Dorfpfarrer sogar in der Weihnachtsmette die neuen Mitbewohner unterschiedlichster Glaubensrichtungen nach ihrem Glauben predigen läßt.

Die Regisseurinnen Shu Aiello und Catherine Catella lassen in ihrem Film „Un Paese Di Calabria“, Riace zu einem Vorbild für unbürokratisch, pragmatische Integration werden, in dem Flüchtlinge bis heute als gleichwertige Mitbürger empfangen und gesehen werden. Das macht Hoffnung.

Der Preis, der auf die beiden Gewinner verteilt wird, ist mit 2000 Euro dotiert. Stifter ist die Gemeinde Herrsching.

Verleihung des Video-Art-Preis

Im Wettbewerb um den Video-Art-Preis zeigte das Fünf Seen Filmfestival in Kooperation mit Video-Art-Film 19 Videokunstfilme aus 8 Nationen zum Thema das „Fremde im Eigenen“. Der Publikumspreis, dotiert mit 500 Euro, geht an „A Sense of Warmth“ (Regie: Sven Johne). Der Hauptpreis, einstimmig von der hochkarätigen Jury ausgewählt, erhält „Sabbath 2008“ (Regie: Nira Pereg aus Jerusalem), dotiert mit 1000 Euro. Beide Preise werden gestiftet von der Christoph und Stephan Kaske Stiftung.

Jurybegründung SABBATH 2008 (Regie: Nira Pereg)

Die Jury hat den Film Sabbath 2008 der israelischen Künstlerin Nira Pereg einhellig als preiswürdig ausgewählt.
Die Künstlerin zeigt ein allwöchentliches Ritual, das den Unterschied zwischen „wir hier“ und Euch, den Anderen, den Fremden dort, im Stadtbild sichtbar werden lässt.
An einer scheinbar beliebigen Jerusalemer Straßenkreuzung (in Wirklichkeit handelt es sich um den hochgradig konnotierten Tempelberg) fängt sie ein, wie Kinder und Erwachsene mit so geschäftiger wie selbstvergessener Inbrunst eine deutliche Grenze zwischen sich und andere Gläubige ziehen.
Nira Pereg zeigt die allfreitägliche Szene kommentarlos und in dokumentarischen Bildern, die sie im Schnitt verdichtet. Deutliche künstlerische Eingriffe vollzieht sie auf der Tonebene. Das Geräusch des Straßenverkehrs versteht sie als Allerweltszeichen von Kommunikation, macht es deutlich als ubiquitär: Unter der Glocke des modernen Großstadtsounds verbinden sich unterschiedlichen Lebensweisen.
Mit der Errichtung der Straßensperren wird der Lärm der Stadt nach und nach ausgeblendet, und sie akzentuiert mit dem herausgearbeiteten Kratzen der Eisengitter auf dem Asphalt die beginnende Isolation der Glaubensgemeinschaft innerhalb der pulsierenden Stadt. Als filmischer Kontrapunkt dient ihr die Erfahrung, dass die akustische Isolierung von der Welt für existenzieller gehalten wird als die optische. Nira Perag gelingt es so, religiöse Einkehr und gleichzeitige Ausgrenzung von der Welt in einer beinahe banalen Straßenszene zu dramatisieren.

Heino Ferch © ZDF/ORF/PedroDomenigg

Heino Ferch zu Gast

Werkschau Fritz Lang

Heino Ferch ist am 29.7.2016 auf dem Fünf Seen Filmfestival in Starnberg zu Gast.

Vor mehr als 80 Jahren musste der bekannteste deutsche Regisseur vor den Nazis emigrieren.
In den heutigen Zeiten ein nötiger Anlass daran zu erinnern, dass auch Deutsche zum Glück in anderen Ländern aufgenommen wurden. Mit dem neuen Film von Gordian Maugg mit Heino Ferch in der Rolle des Fritz Lang über das Entstehen des Filmklassikers "M - eine Stadt sucht einen Mörder" wird die Werkschau der Filme eines der größten deutschen Regisseurs eröffnet werden.

Zur weiteren Aufführung kommen - auch im Filmforum Landsberg - die neu restaurierte Fassung von "Der müde Tod", "Dr. Mabuse", "Metropolis", Rache für Jesse James", "Heisses Eisen" und Jean-Luc Godards "Die Verachtung" mit Fritz Lang als Regisseur.

© Jens Koch

Florian David Fitz zu Gast

Fokus Drehbuch

Wie kann man über seine Idee und seine Geschichte bis zum Ende die Hoheit bewahren?
Manche Autoren sind Regisseure oder Produzenten in Personalunion. Ist das ein sinnvolles Modell? Zum Gespräch darüber versammelt das Fünf Seen Film Festival am 30.7.16 in der Schloßberghalle namhafte Autoren und Regisseure wie Florian David Fitz, Sebastian Schipper, Rosa von Praunheim und andere. Die Moderation wird die Autorin Carolin Otto übernehmen.

Florian David Fitz ist bei folgenden Terminen in Starnberg anwesend:

Samstag, 30.7. | 18:00 Uhr | Schlossberghalle Starnberg Saal 2
Fokus Drehbuch: Podiumsdiskussion mit Rosa von Praunheim, Florian David Fitz, Philipp Weinges, Marie Noelle, Nicolette Krebitz

Samstag, 30.7. | 19:30 Uhr | Schlossberghalle Starnberg Saal 1
KÄSTNER UND DER KLEINE DIENSTAG

Samstag, 30.7. | 19:45 Uhr | Kino Starnberg
DER GEILSTE TAG

Samstag, 30.7. | 21:30 Uhr | Open Air Starnberg
DER GEILSTE TAG

Sebastian Schipper

Special Guest

Der Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur Sebastian Schipper stellte mit seinem dritten Film „MITTE ENDE AUGUST“ 2010 den Eröffnungsfilm des Fünf Seen Filmfestivals. Mit seinem letzten Spielfilm VICTORIA, der in einer Plansequenz gedrehten Geschichte eines Bankraubs, nahm er am Hauptwettbewerb der Berlinale 2015 teil. Sein Kameramann Sturla Brandth Grovlen gewann einen Silbernen Bären, er selber erhielt den Preis der Gilde Deutscher Filkunsttheater. Beim Deutschen Filmpreis 2015 gab es schließlich einen gigantischen Preissegen: Bester Film, Beste Regie, Bestes Buch, Beste Kamera, Beste Hauptdarstellerin!

Als Schauspieler hat Schipper bei Publikumserfolgen wie KLEINE HAIE oder LOLA RENNT mitgewirkt. Als Filmregisseur wurde er mehrfach für ABSOLUTE GIGANTEN ausgezeichnet. Sebastian Schipper ist vom 29.7. – 31.7. auf dem Fünf Seen Filmfestival anwesend, auch bei dem von der Akademie für politische Bildung Tutzing veranstalteten Filmgespräch am See. Hier diskutiert er mit Rosa von Praunheim und Matthias Koßmehl über das "Fremde im Film".

Sebastian Schipper ist bei folgenden Terminen anwesend:

Freitag, 29.7. | 19:45 Uhr | Kino Starnberg
ABSOLUTE GIGANTEN

Freitag, 29.7. | 21:30 Uhr | Open Air Starnberg
VICTORIA

Freitag, 29.7. | 22:00 Uhr | Kino Starnberg
MITTE ENDE AUGUST

Samstag, 30.7. | 18:00 Uhr | Landsberg
ABSOLUTE GIGANTEN

Samstag, 30.7. | 20:00 Uhr | Landsberg
VICTORIA

Sonntag, 31.7. | 11:00 Uhr | Schloss Seefeld
Fokus Drehbuch: Werkstattgespräch mit Sebastian Schipper und Nicolette Krebitz

Sonntag, 31.7. | 14:00 Uhr | Akademie für politische Bildung Tutzing, Buchensee 1
Filmgespräch am See "Das Fremde im Film" mit Rosa von Praunheim und Matthias Koßmehl

FSFF Agenda 21: Wild Plants

Freitag, 29.7.2016, 19:30 Uhr

Doku-Film über urbane Gärtner und botanischen Wildwuchs

Wildpflanzen sind Gewächse, die ungenutztes Terrain in Besitz nehmen und neue Lebensräume schaffen. Wilde Pflanzen sind aber auch Menschen, die ihre Utopien leben und zu Impulsgebern für andere werden.

Im Mittelpunkt des Films Wild Plants steht eine neue Gartenbewegung in Europa und Amerika, die ungenutzte urbane Räume in Biotope oder Anbauflächen (zurück-)verwandeln will. Der Regisseur Nicolas Humbert führt uns zu urbanen Gärtnern in Detroit, zu dem indianischen Philosophen Milo Yellow Hair nach Wounded Knee, zu den wilden Pflanzungen des legendären Zürcher „Guerilla Gardener“ Maurice Maggi und der innovativen Gartenbau-Kooperative „Jardin de Cocagne“ in Genf.

Im Anschluss Filmgespräch mit dem Regisseur Nicolas Humbert

Zum Film: Wild Plants

Bereits vor Festivalbeginn

22. bis 24.7.16

SHORT PLUS AWARD: Es ist das erste Highlight des 10. Fünf Seen Filmfestivals und zog in den vergangenen Jahren zahlreiche Besucher an: Sehr sehenswerte, gesellschaftlich relevante Short-Plus-Filme mit einer Länge von 20 bis 59 Minuten, darunter der vielfach prämierte und für den OSCAR® nominierte „Alles wird gut“ von Patrick Vollrath, „Esel“ von Rafael Haider, „Route B96“ von Simon Ostermann oder das Journalismus-Drama „Voicemail“ von Erec Brehmer (HFF München), erzählen auch in diesem Jahr wieder berührende, starke und außergewöhnliche Geschichten.

Um das große Filmangebot des Festivals übersichtlicher zu gestalten, werden die elf vorausgewählten Filme, die um den Short Plus Award konkurrieren, bereits vor Festivalbeginn an drei Abenden in den Breitwandkinos Starnberg und Schloss Seefeld gezeigt.

Das Publikum bestimmt den Gewinnerfilm des Short Plus Awards, der schließlich auf der legendären Dampferfahrt des FSFF auf der MS Starnberg am Mittwoch, 3. August 2016 gekürt wird.

Spielzeiten und -orte des Short Plus Awards (Vorentscheid)

Freitag, 22.7.16, 21:00 Short Plus Programm 1, Kino Starnberg
Samstag, 23.7.16, 21:00 Short Plus Programm 2, Kino Seefeld
Sonntag, 24.7.16, 11:00 Short Plus Programm 3, Kino Seefeld

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