Medianeras

Film im spanischen Original mit Untertiteln

Schloss Seefeld: Dienstag, 29.5.2012, 20 Uhr - Starnberg: Mittwoch, 30.5.2012, 19.30 Uhr

Medianeras
Argentinien 2011, 98 min., Regie: Gustavo Taretto, mit Pilar López de Ayala, Javier Drolas, Ines Efron

Frisch verliebt im Zeitalter von Internet, Facebook und Twitter. Mariana und Martín leben an der selben Straße im pulsierenden Buenos Aires. Er ist ein Computerfreak und muss erst wieder lernen, mit dem Tageslicht umzugehen, nachdem er die ganze Zeit vor dem Bildschirm saß und Spiele entwarf. Sie setzt sich zuhause eine Schaufensterpuppe zusammen, um eine Mannsfigur zu haben. Gleichzeitig ist Mariana ein Fan des Bildersuchrätsels «Wo ist Walter?», in dem es darum geht, aus dem Wirrwarr einer Szenerie die eine Figur herauszufinden. Wird Mariana ihren Martín finden? Die Stadt bringt sie zusammen und hält sie voneinander fern. Wir schauen den beiden zu und entdecken dabei auch Buenos Aires, das Taretto in seiner architektonisch reizvollen Komposition mit visuellem Spürsinn festhält.
Unter den Publikumsfavoriten des Fünf-Seen-Filmfestivals 2011.

Kulturforum Starnberg: Kairo 678

Mittwoch, 23.5.2012, 19.30 Uhr Starnberg

Kulturforum Starnberg und Kino Breitwand
laden ein zum

FILMGESPRÄCH

„Kairo 678“

Regie: Mohamed Diab, Ägypten 2010, 100 Min.


Sexuelle Belästigung ist ein Tabuthema in der ägyptischen Gesellschaft und findet dennoch jeden Tag statt. Drei Frauen aus unterschiedlichen sozialen Schichten wollen sich nicht länger mit männlichen Übergriffen abfinden. Fayza (Boshra) ist eine Frau aus der Arbeiterklasse, die jeden Tag mit dem Bus zur Arbeit fahren muss. Ständig wird sie in den überfülllten Bussen der Metropole begrapscht. Schließlich geht Fayza in Sebas (Nelly Karim) Selbsthilfegruppe. Seba selbst wurde vor Jahren Opfer einer Massenvergewaltigung. Deshalb kämpft die privilegierte Frau aus der Oberschicht heute für mehr Frauenrechte. Eine Mitstreiterin findet sie in Nelly (Nahed El Sebai), die bei einem Überfall nur knapp ihren Peinigern entkommen konnte. Ganz unterschiedlich reagieren die Frauen, die nicht mehr stillschweigende Opfer sein wollen. Während Nelly vor Gericht zieht und die erste Klage wegen sexueller Belästigung in Ägypten anstrebt, zieht Fayza lieber das Messer und sticht ihren Angreifern ins Genital.

Zur Diskussion haben wir die Autorin, Islamwissenschaftlerin und Nahostexpertin Alexandra Senfft eingeladen. Sie hat als Nahostreferentin der Grünen-Fraktion im Deutschen Bundestag, als UNO-Beobachterin in der Westbank und als UNO-Pressesprecherin im Gazastreifen gearbeitet

Zum Film: Kairo 678

Intouchables - Ziemlich beste Freunde

Film im fanzösischen Original mit Untertiteln

Schloss Seefeld: Dienstag, 15.5.2012, 20 Uhr - Starnberg: Mittwoch, 16.5..2012, 19.30 Uhr

Intouchables - Ziemlich beste Freunde
Fr 2011, 112min, FSK ab 6 J, Regie: Olivier Nakache, Eric Toledano, Darsteller: Anne Le Ny , Clotilde Mollet, Omar Sy
Es gibt Filme, die über sich hinaus wachsen und das Herz öffnen. Einer dieser Filme ist die französische Tragikomödie \"Intouchables\". Quer durch alle sozialen Schichten und Milieus hinweg finden der ältere, steinreiche Philippe (François Cluzet) und der viel jüngere, eben aus dem Gefängnis entlassene Driss (Omar Sy) zueinander. Philippe hat alles, was man sich in einem gut situierten Leben vorstellen kann- mit einem großen Makel: Er ist vom Hals abwärts gelähmt. Er braucht jemanden, der sich rund um die Uhr um ihn kümmert. Driss, der eigentlich nur einen Stempel für die Arbeitslosenunterstützung abkassieren will, wird von Philippe für den Job ausgesucht. Von da an macht es nur Spaß, den beiden zuzusehen, wie der eine seine Großmäuligkeit verliert und der andere nochmals das Leben zu genießen beginnt und bereit ist, eine wunderbare Freundschaft zu leben.

Türkischer Film mit Untertiteln

Vangin yar

Montag, 14.5., 19 Uhr Starnberg
Mittwoch, 16.5., 19 Uhr Herrsching

Yangin var
Türkei 2010, 98 min.

Dem türkischen Feuerwehrmann Koshman wird eine große Ehre zuteil. Er soll das Geschenk der kurdischen Stadt Diyarbakir in seine Heimatstadt Chayirbagi, in der Provinz Trabzon, geleiten. Bei dem Geschenk handelt es sich um ein Feuerwehrauto. Wegen seiner nationalistischen Ansichten begibt er sich, trotz seiner großen Leidenschaft für Feuerwehrautos, nur widerwillig in die kurdische Stadt Diyarbakir. Letztlich findet sich der gutaussehende Mann aus der Region des schwarzen Meers doch in Diyarbakir wieder. Auf seiner Reise in die Heimat ist er jedoch in mysteriöser Begleitung, zum ersten mal nimmt er die überwältigende Schönheit der Landschaft wahr. Noch weiß er nicht, dass ihm eine Rückreise voller Bomben, Liebe, Gewalt, Trauer und Lachen bevorsteht, die sein Leben verändern wird.

Dok.tour 2012

Auch in der dritten Ausgabe der DOK.tour werden wieder vier herausragende Dokumentarfilme aus dem aktuellen DOK.fest Programm bayernweit im Kino präsentiert. Wieder ist die Bandbreite des dokumentarischen Arbeitens und der Themen wieder breit gesteckt. Eine essayistische Reise entführt in die Weiten der Wintersportindustrie, wir tauchen ein in die abenteuerlichen Welten der Live-Rollenspieler, liebevolle Porträts dreier Messies gewähren Einblicke in ihre achtsam gesammelten Trödelhaufen und Vergangenheit und Gegenwart einiger Nachfahren verschiedener namhafter Nazigrößen werden uns vor Augen geführt. Lassen Sie sich mitnehmen in diese Weiten und Welten!
Schnee
Eine essayistische Reise durch das österreichische Pitztal, die sich die Frage nach der Verantwortung des Wintersports stellt. Wie geht man mit der Ressource Berg und Natur um. Was passiert abseits der Pisten, zur Sommer- und Winterzeit. Eine stille Beobachtung die Fragen aufwirft ohne zu werten.
Hitler´s Children
Der israelische Filmemacher Chanoch Ze\'evi brachte Nachkommen von Tätern und Opfern des Holocaust zusammen und konfrontierte beide Seiten für den Dokumentarfilm „Hitler’s Children“ mit der gemeinsamen Geschichte.
Die Herren der Spiele
Drei Menschen mit einem außergewöhnlichen Hobby: Liverollenspiel (LARP). Ein Wochenende lang jemand anders sein, Abenteuer erleben, Schlachten schlagen, wieder Kind sein; Erholung von der Realität und sich selbst.
Messies – ein schönes Chaos
Schweiz 2011. Ein intimer Blick auf ein irritierendes wie faszinierendes Phänomen. Schweizer Filmpreis 2012.

AGENDA 21: Schnee

Mittwoch, 9.5., 19.30 Uhr

In Zusammenarbeit mit Dok.fest München
Moderiert von Martin Hirte

Schnee
Eine leise essayistische Reise in die Weiten und Welten der Wintersportindustrie. Was passiert abseits der Pisten, zur Sommer- und Winterzeit? Eine ruhige Beobachtung die Fragen aufwirft ohne zu werten. Eindrucksvoll, bildstark, still und fragend.
Der Dokumentarfilmer August Pflugfelder begibt sich mit seiner Kamera ins österreichische Pitztal, dem Traumziel Zigtausender von Wintersportlern. Er dokumentiert dort, wie der Massentourismus der Natur zu Leibe rückt, und wie die Menschen, die vom Wintertourismus leben, sich auf den Klimawandel einstellen: Sie trotzen dem Schneemangel und dem Rückzug der Gletscher mit kostspieligen Investitionen und Effizienzsteigerung und werden dadurch zu kleinen Rädchen in einem System der Urlaubsinszenierung, das sich wie ein Karussell immer schneller dreht und die Natur außer Acht lässt. Im Anschluss an den Film laden die Veranstalter ein zum Gespräch mit dem Regisseur über den Wintersport, seine ökologischen Auswirkungen und seine ungewisse Zukunft in Zeiten der globalen Erwärmung. Der Filmabend ist Programmpunkt des DOK.fest München 2012.

Brandloch

So., 29.4., 20 Uhr + Fr., 4.5., 20 Uhr

So 29.April 2012 - 20.00: Stürmisch bis heiter Performance
in Breitwand KinoLounge, Schloss Seefeld
Szenen – Texte – Tanz – Gesang & Rap: Sylvie Bantle, Tina Reuther
Instrumente: Friedemann von Rechenberg – Buch: Sylvie Bantle – Regie: Isabelle Feix
Eintritt: 13.-/10.- €

Stürmisch bis heiter
Performance mit Liedern, Texten & Überraschungen
Szenen – Texte – Gesang & Rap – Instrumente :
Sylvie Bantle, Tina Reuther, Friedemann von Rechenberg
Buch: Sylvie Bantle – Regie: Isabelle Feix

Grundlos vergnügt! Sich fügen, heißt lügen … Wie kommt es nur, dass wir noch lachen? Merkt Ihr nischt? Ich revolüzze! Was hat Hermynia Zur Mühlen mit Thomas Mann zu tun? Ein Krimi, nicht nur die Sache mit der Nummer 45. Und was macht Elisabeth Castonier eigentlich in Marokko? Oder eine Traumsammlerin im Dritten Reich? Nein, nicht grundlos vergnügt, wir freuen uns, weil sie da sind, ihre Worte, ihre Texte, ihre Visionen von Morgen …
> Sylvie Bantle, Schriftstellerin und Filmemacherin, und die Künstlerin Tina Reuther melden sich zu Wort, singen, rappen, tanzen, erzählen ihre eigenen und die Gedanken von Charlotte Beradt, Elisabeth Castonier, Mascha Kaléko, Walter Mehring, Zenzl und Erich Mühsam, Kurt Tucholsky, Hermynia Zur Mühlen u.a., bestens in Stimmung gebracht von Friedemann von Rechenbergs staunenswertem Musik&Klangrepertoire.

Fr 4.Mai. 2012 - 20.00: Roadmap für eine Straßendirne Multimediale Performance
in Breitwand KinoLounge, Schloss Seefeld
Route, Videoprojektion, Musik von Petra Dombrowski
Kartenleserin und Reisebegleitung Sylvie Bantle
Eintritt: 13.-/10.- €

Roadmap einer Straßendirne
Die Reise zu einem verschollenen “Familienkontinent“

Multimediale Performance – Stimmen, Videoprojektion, Musik, Bewegung
von Petra Dombrowski
Kartenleserin und Reisebegleitung Sylvie Bantle

Es ist das Schweigen des Vaters über seine Herkunft. Es ist mächtig. Bis eines Tages eine seiner Töchter den Gehorsam verweigert und beginnt, die Irritation zu hinterfragen: Was stimmt in dieser Familie nicht?
> Neugier und Entdeckergeist treiben sie an, diesem Tabu nachzuspüren. Eine Zeitreise in die Vergangenheit führt sie an verschiedenste Orte Deutschlands und weiter bis in die USA. Nach einem Jahrhundert kommt das gut gehütete Familiengeheimnis ans Licht: Die Urgroßmutter war eine Prostituierte!
Es ist ihre Urenkelin, die sie findet, weil sie sich dem Schweigen widersetzt und sich selbst auf den Weg macht.
Auf den Spuren einer ungewöhnlichen Ahnin entwerfen Sylvie Bantle und Petra Dombrowski eine Roadmap dieser totgeschwiegenen Urgroßmutter. Fundstücke bilden den leitenden Faden. Ein Dialog mit inneren Stimmen, mit alten und neuen Bildern entfacht sich, Texte entstehen, Kompositionen aus Tönen und Stimmungen, die die Lebenswelt einer eigenwilligen Frau erahnen lassen.

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