Die besten Filme des Jahres

27.- 31.12. Kino Breitwand Herrsching / seefeld

Zum Abschluß des sehr erfolgreichen Kino-Jahres 2012 zeigen wir nochmals unsere liebsten Filme.

Für einen rundheraus vergnüglichen filmischen Nachmittag haben gesorgt und können weiter begeistern: Knerten traut sich (ab 0 Jahre), Tony 10 (ab 6 Jahre), Unser Wald - das grüne Wunder (ab 6 Jahre), Tom und Hacke (ab 8 Jahre), Pommes Essen (ab 10 Jahre), Liverpool Goalie (ab 10 Jahre))

Für Erwachsene war dieses Kino-Jahr ein reiches Jahr an filmischen Eindrücken. Allen Unkenrufen zum Trotz lebt das Kino mehr denn je und diese Filme sollte man 2012 gesehen haben:
Ziemlich beste Freunde, Christian Petzolds Barbara, David Wnendts Kriegerin, Sam Mendes´ Skyfall, Michael Hanekes Liebe, Ursula Meiers Winterdieb (Sister) und Alexej Fedorchenkos Stille Seelen.

Natürlich darf unser Film Kaos von den Gebrüdern Taviani zum Jahresende nicht fehlen, dessen Kopie wir als einziges Kino in Deutschland noch zeigen. Wenn Sie ihn weiter sehen wird dieser Film nie verloren gehen.

Donnerstag, 27.12.
15:00 Beste Kinderfilme 2012: Knerten traut sich
16:30 Beste Filme 2012: Liebe
19:00 Cäsar muss sterben
20:30 Beste Filme 2012:
Kriegerin

Freitag, 28.12.
15:15 Beste Kinderfilme 2012: Liverpool Goalie
17:15 Beste Filme 2012: Stille Seelen
19:00 Cäsar muss sterben
20:30 Beste Filme 2012: Skyfall

Samstag, 29.12.
15:00 Beste Kinderfilme 2012: Tony 10
17:00 Beste Filme 2012: Winterdieb
19:00 Cäsar muss sterben
20:30 Beste Filme 2012: Skyfall

Sonntag, 30.12.
11:00 Beste Filme 2012: Liebe
13:15 Beste Filme 2012: Stille Seelen
15:00 Beste Kinderfilme 2012: Madagascar 3 - 2 D
17:00 Beste Filme 2012:
Unser Wald - das grüne Wunder
18:45 Beste Filme 2012: Barbara
20:30 Beste Filme 2012: Skyfall

Montag, 31.12.
14:00 Beste Kinderfilme 2012: Tom und Hacke
16:00 Beste Filme 2012: Winterdieb
18:00 Beste Filme 2012:
Ziemlich beste Freunde

Hauptdarsteller zu Gast

Sonntag, 30.12., 11:00 Uhr Starnberg

Wir freuen uns, dass der Hauptdarsteller Sabin Tambrea am Sonntag, 30.12., zu Gast im Kino Breitwand Starnberg sein wird.

Zum Film: Ludwig II

8 Shorts for 1 Christmas

21.12. Kurzfilmtag - seefeld, 21.30 Uhr

Am kürzesten Tag des Jahres zeigen wir ausgewählte Filme zum Thema Weihnachten:

Schloss Seefeld, 21.12., 21.30 Uhr

8 Shorts for 1 Christmas
71 Min., verschiedene Länder und Regisseure

Am kürzesten Tag des Jahres wollen wir dem Kurzfilm mit acht Kurzfilmen zum Thema Weihnachten huldigen. Oft ein Spaß,manchmal nachdenklich, sehr innovativ - kurz ein Highlight!
Freie Weihnachten D 2004, 8´30, Skurriles über den deutschen Weihnachtsmarkt
Ernst und das Licht , Dänemark 1996, 12 Min., Jesus kehrt zurück ... (passend zu Jesus liebt mich)
Die Hard , Russland 1997, 1`30, Parodie
Music for One X-Mas and Six Drummers Sw 2010, 5´04 Min., herausragend!
Long Distance Information GB 2011, 7´45, OmU, Sohn ruft an Weihnachten endlich seinen Vater an
Der kleine Nazi D 2010, 13´23, Oma richtet in Demenz Weihnachten der Nazizeit aus, während Israeli zu Besuch kommt
Ebony Society NZ 2010, 12`10, nächtliche Diebestour an Weihnachten
Bloody Olive Belgien 1996, 10 Min., ein mörderisch gutes Weihnachtsfest mit Messern, Äxten und anderen Utensilien

Flyer

Beasts Of the Southern Wild

Fraitag, 21.12,, 19.30 Uhr Kino Seefeld

Mit Einführung durch Schauspieler Thomas Darchinger

Zum Film: Beasts of Southern wild

18. + 19.12.: Tres / 3

18. + 19.12.: Film im spanischen Original mit Untertiteln

URU/ARG/D 2012, 119, OmU, Regie: Pablo Stoll Ward, mit Humberto de Vargas, Sara Bessio, Anaclara Ferreyra Palfy
In seiner leeren und kalten Wohnung fühlt sich Rodolfo, als ob er nicht dorthin gehören würde. Unterdessen gehen auch seine Ex-Frau Graciela und ihre Teenager-Tochter Ana, von denen er sich vor zehn Jahren getrennt hat, durch entscheidende Phasen ihres Lebens. Unauffällig versucht Rodolfo, wieder seinen alten Platz neben den beiden Frauen zurückzuerobern. TRES / 3 ist eine Komödie über drei Leute, die ein und dasselbe Schicksal miteinander verbindet: sie sind eine Familie.
"TRES ist ein Film über Egoismus und die Suche nach Erlösung; über das Erwachsenwerden und die Momente im Leben, die – auch wenn wir es nicht bemerken – unsere Persönlichkeit formen. Es ist eine Geschichte über zweite Chancen und die Angst, die damit einhergeht: die Angst, zu versagen.“ (Pablo Stoll Ward)

AGENDA 21: Die Farbe des Ozeans

18.12., 19:30 Uhr Herrsching

Die Farbe des Ozeans
D/E 2011, R: Maggie Peren, 92 Min.
Eine deutsche Touristin erlebt am Strand von Gran Canaria die Ankunft eines Bootes mit afrikanischen Flüchtlingen und versucht, den Verdurstenden mit Wasser zu helfen. Sie baut eine Art Freundschaft zu einem Vater und seinem kleinen Sohn auf, für deren Abschiebung ein zynischer spanischen Polizist sorgen will. Trotz ihrer Unterstützung kann sie den Mann nicht retten und muss mit ansehen, wie nicht nur die Rigorosität von Behörden Leben und Hoffnung mit Wucht zerstören.
Gespräch mit: Harald Glöde
Borderline Europe

Zum Film: Die Farbe des Ozeans

More than honey

Jetzt in Seefeld, 16.12. in Starnberg

Mit Einleitung und Gespräch zeigen wir den außergewöhnlichen Dokumentarfilm
MORE THAN HONEY
am 16.12.2012, 11 Uhr im Kino Breitwand Starnberg

Der Film MORE THAN HONEY reiht sich ein in die kritischen Filme über den Umgang mit unserer Umwelt.

Es werden Bilder aus der scheinbar heilen Welt aus den Schweizer Bergen gezeigt. Im Mittelpunkt steht die großflächige Bestäubung von landwirtschaftlichen Kulturen und die industrieelle Honigproduktion in den USA mit all ihren Folgen. Handbestäubung von Obst in China, Königinvermehrung in Europa, Bienenzucht in Australien sind weitere Fassetten dieses Streifens.

Unsere Imker werden staunen was den Bienen anderswo zugemutet wird. Honigliebhaber werden bewusster einkaufen.

Vor der Veranstaltung ist eine kurze Einführung durch den Vorsitzenden des Bienenzuchtvereins Starnberg, Hubert Dietrich geplant. Beim anschließenden Filmgespräch wird er Fragen zur heimischen Imkerei beantworten.


MORE THAN HONEY

Bienen sind für den Menschen nicht nur als Honiglieferanten wichtig. Ohne ihre Bestäubung würden Obstbäume keine Früchte tragen. Die Insekten und ihr sozialer Superorganismus sind für die Wissenschaft immer noch voller Rätsel. Aber seit Jahren ist vom weltweiten Bienensterben die Rede, ohne dass eine eindeutige Ursache dafür identifiziert werden konnte. Der Schweizer Filmemacher Markus Imhoof hat dieses Problem zur Ausgangsfrage seiner Dokumentation "More than Honey" gemacht, für die er um die ganze Welt gereist ist.

Die deutsch-schweizerisch-österreichische Koproduktion kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: "Die Bienen sterben nicht einfach an Pestiziden oder Milben oder Antibiotika oder Inzucht oder Stress: Es ist die Summe von allem. Die Bienen sterben am Erfolg der Zivilisation." Imhoofs Fazit erscheint plausibel, wenn man dem amerikanischen Großimker John Miller bei der Arbeit zuschaut. Er ist ein Wanderimker, der seine 15.000 Bienenvölker von einer Obstplantage zur nächsten über Tausende von Kilometern fährt. Im Februar steht er in einer riesigen kalifornischen Mandelbaum-Plantage und freut sich über das Summen in den blühenden Baumkronen: "Das ist der Klang des Geldes." Was anfangs noch idyllisch aussieht, offenbart im Film bald seine Kehrseite. Auf den Monokulturen werden Pestizide verspritzt, die auch den Bienen schaden, die sich außerdem gegenseitig mit Krankheiten und Parasiten anstecken. Wie Millers Bienen sind auch ihre anderen Artgenossen in Nordamerika, Europa oder China längst auf Medikamente angewiesen, um zu überleben.

In China besucht Imhoof Landstriche, in denen es wegen des massenhaften Pestizideinsatzes überhaupt keine Bienen mehr gibt. Hier müssen Menschen die Bestäubung der Apfelbäume übernehmen: Pollenhändler kaufen im Süden des Landes Blüten und bringen den Pollen in den Norden, wo er manuell von Baum zu Baum auf die einzelnen Blüten getupft wird. In der Schweiz trifft Imhoof einen Bergimker, der auf die robuste alte Landrasse seiner Völker schwört. Doch auch er bleibt vom Bienensterben nicht verschont, denn die Insekten gehen schließlich an Inzucht ein. Der spannende, im ständigen Wechsel der einzelnen Drehorte geschnittene Film widmet sich aber nicht nur der Kritik an der landwirtschaftlichen Produktion. Imhoof bleibt unsichtbar für die Kamera, erzählt aber im Off von seinem Großvater, der 150 Bienenvölker besaß, und besucht in Australien seine Tochter und seinen Schwiegersohn, die genetische Forschung an Bienen betreiben und mit neuen Kreuzungen experimentieren.

Die Insekten werden selbst zu Darstellern in diesem Film, der mit eindrucksvollen Makroaufnahmen aufwartet, Bienen im Flug mittels Minihelikopter begleitet und mit Endoskop-Objektiven in das Innere des Bienenstocks blickt. Imhoof baute für diesen Zweck am Stadtrand von Wien ein Beobachtungsstudio auf, wo an 35 Drehtagen mit 15 Bienenvölkern gearbeitet wurde. Man erlebt das Schlüpfen einer Königin, sieht sogar draußen in der Luft die Begattung beim Jungfernflug. Auch die wissenschaftliche Forschung über die Intelligenz des einzelnen Insekts wird gestreift. Die Vielfalt der angeschnittenen Themen lässt einen sowohl über diese wundersamen Insekten staunen, als auch über das, was der Mensch alles mit ihnen anstellt. In Österreich besucht Imhoof Züchterinnen, die ein Volk dazu bringen, 51 Königinnen zu produzieren, die dann per Post zu den Käufern verschickt werden.

Ausgerechnet in der gefürchteten Killerbiene, einer aus einem brasilianischen Labor entwichenen Kreuzung von europäischer und afrikanischer Biene, erkennt Imhoof einen Ansatz dafür, dass die Natur womöglich wieder zu richten imstande ist, was der Mensch mit seiner intensiven Landwirtschaft verbockt hat. Er besucht einen amerikanischen Imker, der die längst auch in die USA eingewanderten, wilden Killerbienen hält, weil sie mehr Honig produzieren und keine Medikamente brauchen. Selbst die berüchtigte Varroamilbe kann sie nicht vernichten. Diese informative und gleichzeitig auch emotionale Annäherung an das Universum der geheimnisvollen Insekten, auf die der Mensch so stark angewiesen ist, hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck.

(Bianka Piringer)

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