In memoriam Theo Angelopoulos

Eine kleine Rückschau

Seitdem es das Kino Breitwand gibt, ist es begleitet worden von den Werken außergewöhnlicher Regisseure. Theo Angelopoulos hat von Anfang an dazu gehört und seine Filme waren Erlebnisse für jeden Kinogänger und für mich. Theo Angelopoulos starb tragisch bei den Dreharbeiten zu seinem letzten Film. Er war einer der Meisterregisseure des modernen Kinos, vor allem auf Grund seines ihm eigenen Stils, der sich durch lange, durchkomponierte Einstellungnen auszeichnete, die etwas unglaublich Schönes, Ausgewähltes, Dauerndes mit sich trugen und damit die Zeit verbildlichten, das Hauptthema von Angelopoulos. Immer wieder setzte er sich mit der Geschichte und Gegenwart Griechenlands und des Balkans auseinander. 1998 gewann er mit seinem Film Die Ewigkeit eines Tages mit Bruno Ganz in der Hauptrolle die Goldene Palme von Cannes. 1995 bekam er in Cannes den Großen Preis der Jury für Der Blick des Odysseus mit Harvey Keitel, 1988 den Silbernen Löwen für Landschaft im Nebel, 1980 den Goldenen Löwen für Der große Alexander, 1984 wurde er in Cannes für Reise nach Kythera und 1975 für sein Meisterwerk Die Wanderschauspieler ausgezeichnet.
Vergessen werde ich nicht den Moment, da die Telefonarbeiter auf Stangen wieder die Verbindung herstellen oder sich Jeanne Moreau und Marcello Mastroianni auf einer Holzbrücke wieder begegnen in Der schwebende Schritt des Storches
Wir werden die Filme von Angelopoulos im Kino Breitwand am Leben erhalten, auch wenn sie Geduld erfordern und Hinschauen, Betrachten und Sich-Einlassen, fast etwas Anachronistisches in unserer heutigen Zeit. Aus der Vielzahl der Meisterwerke zeigen wir in diesem Programm Landschaft im Nebel über die Suche zweier Kinder nach dem verheissenen Land - Deutschland, Der Bienenzüchter mit Marcello Mastroianni über das Alter, das Leben, die Erinnerungen und die letzten Stunden, sowie im Original mit englischen Untertiteln The weeping meadow - Die Erde weint, der hier noch nie gezeigt wurde. (Matthias Helwig)

Termine im Kino Breitwand Schloss Seefeld
So., 25.03.11.00 Theo Angelopoulos: Landschaft im Nebel
So., 25.03. 13.00 Theo Angelopoulos: Der Bienenzüchter
Di., 27.03. 21.00 Theo Angelopoulos: Weeping Meadow , bisher nicht in Deutschland verliehen

Termine entnehmen Sie bitte dem newsletter am 19.3.

AGENDA 21: Und dann der Regen

20.3.2012, 19.30 Uhr Herrsching

Wasser-Nobelpreisträger beim AGENDA 21-FIlmgespräch

Am 20. März findet um 19.30 Uhr im Herrschinger Kino Breitwand ein Filmgespräch mit Prof. Dr. Peter Wilderer statt. Peter Wilderer gilt als einer der führenden Experten Deutschlands auf dem Gebiet der Wasserwirtschaft und erhielt 2003 als erster deutscher Wissenschaftler den „Stockholm Water Prize“. Er war an der TU München tätig und ist zurzeit Direktor des Instituts für weiterführende Studien zur Nachhaltigkeit e.V. der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste.

Das Filmgespräch wird eröffnet mit dem Spielfilm „Und dann der Regen“ (Tambien la lluvia) der spanischen Regisseurin Icíar Bollaín. Das Politdrama um ein Filmteam im bolivianischen Cochabamba entwickelt sich vor dem Hintergrund des „Wasserkriegs“, der im Jahr 2000 durch die Privatisierung der Wasserversorgung und die danach stark steigenden Preise für Wasser ausgelöst wurde. Eine der Hauptrollen spielt Gael García Bernal.

Im Filmgespräch mit Prof. Dr. Peter Wilderer wird es unter anderem um die Zukunft der globalen Wasserversorgung und um nachhaltige Wasserwirtschaft gehen.



Und dann der Regen
E/F/MEX, R: Icíar Bollaín, 103 Min
Der Film erzählt die Geschichte des Regisseurs Sebastían, ver-körpert durch Gael García Bernal, und des Filmproduzenten Costa, gespielt von Luis Tosar, die in Bolivien einen Film über Christoph Kolumbus drehen wollen. Während der Dreharbeiten werden sie in die lokalen Konflikte, um die Trinkwasserversor-gung der Bevölkerung hineingezogen, die auf den tatsächlichen Ereignissen des Wasserkriegs von Cochabamba basierten. Tam-bién la lluvia wurde bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2011 in der Sektion Panorama gezeigt und gewann den Panorama-Publikumspreis in der Kategorie Spielfilm.
También la lluvia spielt vor dem Hintergrund des Wasserkriegs von Cochabamba, der im Jahr 2000 durch die Privatisierung der Wasserversorgung und die in der Folge stark steigenden Preise für Wasser ausgelöst wurde. Es kam zu heftigen Protesten und einem Generalstreik. Nach Zusammenstößen der De-monstranten mit der Polizei eskalierte die Gewalt und Anfang April wurde das Kriegsrecht über die Stadt verhängt, Mitte April nahm die Regierung die Privatisierung schließlich zurück. Insgesamt starben 7 Menschen und hunderte wurden verletzt

Zum Film: Und dann der Regen - Tambi

Kulinarisches Kino

Neue reihe im Kino Breitwand

Köstlich!
Kulinarisches Kino

Wie oft hat ein Film schon mal Lust gemacht auf ein gutes Essen danach! Egal ob es sich um türkische, griechische, arabische oder asiatische Delikatessen handelte, stets lief dem Zuschauer das Wasser im Munde zusammen. Ab jetzt können Sie der Lust auf den Genuß nach dem Film sofort nachgeben. Zusammen mit dem Café Luna in Starnberg starten wir das Kulinarische Kino. Erst den Film im Kino Breitwand, dann das passende Menu dazu im Café Luna. Der Preis beträgt 22 Euro und wegen der begrenzten Platzzahl ist unbedingt Reser- vierung mit Vorverkauf erforderlich. Die ersten beiden Termine werden sein:

Sonntag, 18.3., 11 Uhr
Zimt und Koriander

Zum Film: Zimt und Koriander

Vallanzasca gli angeli del male - Engel des Bösen

Mi., 14.3., 19.30 uhr Starnberg, Film im italien. Original mit Einführung

It 2010, 125 min., Regie: Michele Placido, mit Kim Rossi Stuart, Valeria Solarino, Filippo Tmi, Paz Vega

Renato Vallanzasca, der bereits im Alter von neun Jahren Straftaten beging, wurde noch vor seinem 27. Lebensjahr zum bekanntesten Verbrecher des Landes. Da er dabei stets einen gewissen Ehrenkodex wahrte, wurde er vor allem bei Frauen populär und zu einer Art Gentleman unter den Ganoven. Vallanzasca übernahm in den 70er Jahren zusammen mit seiner Gang durch eine Reihe von präzise geplanten Raubüberfällen, Entführungen und Tötungen die Kontrolle über die Mailänder Unterwelt und räumte dabei seine Rivalen aus dem Weg. Die italienische Polizei konnte ihn zwar mehrfach festnehmen, aber durch verschiedene, spektakuläre Gefängnisausbrüche sorgte Vallanzasca dafür, dass seine Legende noch weiter aufblühte.

Wunschfilm, Sonntags nie

Mittwoch, 14.3.2012, 19 Uhr

Sonntags nie
Griechenland 1960, 91 min., Regie: Jules Dasssin, mit Melina Mercouri, Jules Dassin

Der amerikanische Tourist und Amateurphilosoph Homer Thrace lernt in Piräus die herzensgute und lebensfrohe Prostituierte Ilya kennen. Der Amerikaner ist von der jungen Frau fasziniert, denn für ihn ist sie der Inbegriff des klassischen Griechenlands – besonders als er von ihrer Schwäche für die griechische Tragödie erfährt. Homer will Ilya zum ordentlichen Leben bekehren und bilden. Sie lässt sich überreden und gibt ihr Metier probeweise auf, obwohl sie sich unglücklich fühlt. Als sie erfährt, dass ihr Geliebter Homer Geld vom Zuhälterkönig Noface erhält, kennen ihr Zorn und ihre Wut keine Grenzen mehr. Homers Geschenke fliegen aus dem Fenster und sie sorgt für den Streik der Huren, die gegen ihren Zuhälter aufbegehren ... OSCAR 1960 für beste Titelmusik

SOUNDTRACKS: Bayrische Comedyner

Freitag, 9.3.2012, 20.30 Schloss Seefeld

WILDBACHTONI. D 2010, Regie: Richard Westermaier
Eigenwilliger Naturbursche, der – fest verankert in einer antiken Lederhose - seine ganz eigene Sicht auf die Bergwelt wiedergibt, gespielt vom Münchner Schauspieler und Kabarettisten Moses Wolff.
Dazu weiteres aus dem Comedyner - Videokanal von Richard Westermaier, auf dem seine bayerisch-satirische Filme zu sehen sind

Begleitend dazu die bayrisch-erdige und hantige Musik von Stefan Straubinger
Traditionelle, experimentelle sowie stimmungsvolle und groovige Sounds verarbeitet Stefan Straubinger mit G’schichtln und Wortwitz zu einer eigenwilligen, teils exzessiven Musikperformance. Bayrischer Spaß ohne Rücksicht auf Vorurteile!

langer Trailer

8.3.2012: Weltfrauentag

8.3., 19 Uhr Kino Breitwand Starnberg

Am 8. März demonstrieren - seit 101 Jahren - weltweit Frauen für ihre Gleichbehandlung:
das Recht auf politische Mitbestimmung, gleichen Lohn sowie mehr Arbeits- und Gesundheitsschutz.... es gibt immer noch viel zu tun!

WE WANT SEX
GB 2010, 113min, FSK ab 12 Jahren, Regie: Nigel Cole, mit Bob Hoskins, Rosamunde Pike, Miranda Richardson, Sally Hawkins

Dagenham 1968. Als Rita Wind davon bekommt, dass Männer mehr Lohn als sie erhalten, organisiert sie den ersten Arbeiterinnen – Streik in der Geschichte Groß- britanniens. Allerdings - wenn das Land neue Frauen bekommt, dann braucht es auch neue Männer.
Ein passender humorvoller und mit viel Liebe zum Ensemble und zur Geschichte gezeichneter Beitrag zum Internationalen Frauentag

Zum Film: We Want Sex

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