Film im italienischen Original: Il capitale umano

Mittwoch, 21.1.2015, 19:30 Uhr, Starnberg

Mit Einführung in italienischer Sprache durch Ambra Sorrentino Becker

Die süße Gier - Il capitale umano
FR/IT 2013 110 Min., Regie: Paolo Virzì, mit Valeria Bruni Tedeschi, Valeria Go lino, Fabrizio Bentivoglio, Fabrizio Gifuni
Dank kluger Finanzspekulationen führen Giovanni und Carla Bernaschi gemeinsam mit ihrem Sohn Massimiliano ein luxuriöses Leben. Ganz anders sieht es bei den Ossolas aus: Während Ehemann Dino bemüht, aber erfolglos als Immobilienmakler arbeitet, ist seine Frau Roberta mit Zwillingen schwanger, und die Familie steht kurz vor dem Bankrott. All ihre Sorgen könnten durch den Einkauf in den Hedgefonds der Bernaschis weggewischt werden. Immerhin verbindet eine Beziehung zwischen Massimiliano und Dinos Tochter aus erster Ehe, Serena, die Familien bereits. Bei ihr laufen alle Fäden zusammen, vor allem in einer Nacht, die mit einer enttäuschenden Preisverleihung beginnt, mit einer wilden Party unter Jugendlichen weitergeht – und an deren Ende ein Radler tödlich verletzt im Straßengraben liegt und niemand weiß, wer diesen Unfall verursacht hat.

Wiederholung, 28.01.2015, 18:00 Uhr, Herrsching (ohne Einführung)

Filminfos und Reservierung: Die süße Gier

Agenda 21: Giftige Geschäfte – Der Elektromüll-Skandal

Dienstag, 20.1.2015, Herrsching

Doku-Film über den illegalen Export von Elektroschrott

Pro Jahr entsorgen Verbraucher in den Industrieländern etwa 50 Millionen Tonnen Elektroschrott, darunter Computer, Fernseher und Handys. 75 Prozent davon kommen nie in den offiziellen Recycling-Anlagen an, sondern nehmen krumme Wege, bis hin zu illegalen Müllkippen in China, Indien und Afrika. Der giftige globale Handel wird von Geldgier und Korruption geschürt.

Anschließ. Filmgespräch mit der Regisseurin Cosima Dannoritzer

Filminfo und Reservierung: Giftige Geschaefte

Amour Fou: Filmgespräch mit Filmteam

Sonntag, 18.1.2015, 17:00 Uhr, Seefeld

Anspruchsvolles Drama um die Geschichte der Amour Fou von Heinrich von Kleist und Henriette Vogel und deren gemeinsamer Selbstmord

In Anwesenheit der Regisseurin Jessica Hausner.
Anschließendes Filmgespräch


Amour Fou
DE/AT/LUX 2014 96 Min.
Regie: Jessica Haussner
Darsteller:Christian Friedel, Birte Schnoeink, Stephan Grossmann, Sabine Hüller

Ein geheimnisvoller Film, der im Zuschauer lange nachklingt und durch die außergewöhnliche Schönheit von Bildern und Sprache ebenso besticht wie durch die erstklassige Leistung der Interpreten. Am 21. November 1811 begeht der Dichter Heinrich von Kleist im Alter von 34 Jahren in Berlin Selbstmord. In den hohen gesellschaftlichen Kreisen, denen er angehörte, hatten seine Werke keinen Erfolg, sondern stießen auf Spott und Unverständnis. Kleist will nicht alleine in den Tod gehen. Er fragt Henriette Vogel, eine verheiratete Frau und Mutter einer kleinen Tochter, die ihm bei einer Abendgesellschaft ihre Bewunderung für "Die Marquise von O …" ausgesprochen hatte. Sie nimmt an und in erlesenen Bildern nimmt die Geschichte ihren Lauf - durch Kleists Entschlossenheit und Henriettes finstere Versuchung, auf ihr friedvolles, glückliches Familienleben zu verzichten.

Filminfo und Reservierung: Amour Fou

In Anwesenheit des Teams: Good Luck, Finding Yourself

Sonntag, 11.1., 11:00 Uhr, Starnberg & Sonntag, 18.01., 11:00 Uhr, Seefeld, jeweils 11 Uhr

Good Luck finding Yourself

D 2014, 95 Min., FSK ab 6 Jahren, Regie: Severin Winzenburg, Darsteller: Rainer Langhans, Jutta Winkelmann, Christa Ritter

Die Autorin und 68er-Ikone Jutta Winkelmann hat unheilbaren Knochenkrebs und wird sterben. Sie rutscht in eine spirituelle Krise. Um ihre eigene Essenz wiederzufinden, beschließt sie, noch einmal zu reisen. In Begleitung ihres langjährigen Freundes Rainer Langhans und weiteren Mitgliedern der Münchner Lebensgemeinschaft "Harem" macht sie sich auf nach Indien. Ihre Route geht über den Himalaya, die "Totenstadt" Varansi bis nach Kerela. Sie durchlebt intensive Erfahrungen, gesundheitliche Krisen und überwirft sich fast mit ihrer Begleitung. Inmitten dieses Gemüts-Chaos fasst Jutta jedoch einen Entschluss. Sie will lernen, wieder lebendig zu werden. So beginnt Jutta, ihre begrenzte restliche Lebenszeit anders wahrzunehmen und ihre verbleibenden Lebensansprüche neu zu definieren...

Filminfo und Reservierung: Good Luck Finding Yourself

Filmvortrag über das osteuropäische Nachwuchskino

Donnerstag, 15.1.2015, 19:30 Uhr, Starnberg

In Zusammenarbeit mit dem Kunst und Museumverein Starnberg laden wir Sie herzlich zu dem Filmvortrag von Fabian Hentzen ein:

Konzentration und Langsamkeit – Unterschiede in den Filmstoffen und der Erzählweise zwischen ost- und mitteleuropäischen Nachwuchsfilmern

Junges osteuropäisches Kino: Ein Filmvortrag mit Festivalkurzfilmen von Studenten aus Russland, Ukraine, Tschechien, Polen, Georgien, Armenien, Weißrussland, Rumänien, Moldawien.

2014 war Fabian Hentzen als Dozent der Athanor Akademie, Passau, mit einigen Studenten auf dem internationalen Festival für Filmhochschulen "Classfest" in Chisinau, Moldawien eingeladen.
Dort präsentierten die namhaftesten Akademien Osteuropas aktuelle Arbeiten. Fabian Hentzen durfte einige der Filme mitnehmen; eine Auswahl präsentiert er bei seinem Vortrag erstmals einem westlichen Publikum.

"Man erkennt in diesen Kurzfilmen einen spezifischen Geist, eine im Vergleich zum Westen andere Machart und Erzählweise. Im Unterschied zu unseren Produktionen und Sehgewohnheiten herrscht mehr Ruhe und ein mutigeres Ausloten der tieferen Aspekte menschlichen Daseins." (F.H.)
Anhand der Filmbeispiele wird ein Licht auf die Entstehungsbedingungen dort und hier geworfen,
sowohl in technischer als auch historischer Hinsicht.

Wir freuen uns auf eine spannende Begegnung!

Tango im Kino: Getanztes Verlangen

Freitag, 9.1.2015, 19:30 Uhr, Seefeld

In Zusammenarbeit mit "Tango a la carte" zeigen wir den Film Getanztes Verlangen und bieten im Anschluss in der Lounge die Möglichkeit Tango zu tanzen.
Eintritt: 10,- Euro

Tänzer aller Schattierungen, seien es große Maestros, lokale Tangolehrer, Vereinsvorstände und Milongabesucher drücken ihre Beobachtungen, Erfahrungen, Erkenntnisse aus. Es geht um die Herkunft des Tango und um Tango Nuevo, um Veränderung, um Beziehung, um Szene, um ausgelöste Katastrophen,…. und natürlich: um den Tanz. Der Film beeindruckt durch seine Schönheit, dem Spiel mit verschiedenen Tempi der Sequenzen und den verschiedenen Tangoenergien, die versucht werden, mit diesem Medium zu transportieren.

Getanztes Verlangen
(Italien, 2010, 68mn)
Regie: Simonetta Rossi
Italienisch mit engl. Untertiteln

Tanzen gegen die Leiden der modernen Gesellschaft: Farbenfroh, dynamisch und verführerisch - die leidenschaftlichen Statements der Protagonisten in der Dokumentation machen jeden zum Tango-Fan. Simonetta Rossis Film ist mehr als eine Dokumentation über den Tango. Als anthropologische Forschungsreise zeigt sie auf, wie der Tanz Angstzustände und Einsamkeit heilen kann, und warum der Tango über argentinische Grenzen hinaus ganz verschiedene Kulturen und regionale Traditionen verbindet.

Welche Wirkung hat der Tango auf die soziale, psychologische und menschliche Ebene unserer Gesellschaft? Tänzerinnen und Tänzer, die ihr Leben dem Tango verschrieben haben, sprechen über ihre persönlichen Erfahrungen und ihre Leidenschaft für diesen faszinierenden Tanz. Anthropologen, Psychologen und Soziologen ergänzen diese Aussagen durch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse. Die Dokumentation gleicht einer lehrreichen Spurensuche durch die Welt des Tangos und geht dabei den komplexen Mechanismen zwischengeschlechtlicher Beziehungen auf den Grund.
Wie kein anderer Tanz inszeniert der Tango persönliche Identität, soziale Codes, kulturelle Klischees und das Spiel mit Verlangen und Verführung. Die Beziehung, die sich zwischen den Tanzpartnern entwickelt, ist spiritueller und mystischer, wenn nicht sogar religiöser Art. So entdeckt die junge italienische Künstlerin Rossana dank des Tangos ihre verlorene Weiblichkeit wieder. Nicola und Pietro dagegen finden im Tangoschritt die Kraft für den Kampf gegen ihre Krankheit.
All diese leidenschaftlichen Geschichten rund um den Tango finden ihren Ausdruck in den Stimmen und den Gesichtern der Protagonisten der Dokumentation. Tanzlehrer, Profi-Tänzer, Gelehrte und Forscher versuchen auf ihre Art, die psychologischen und soziokulturellen Aspekte dieser mysteriösen Faszination zu verstehen.

Die italienische Filmemacherin Simonetta Rossi hat einen wunderbar dynamischen Film geschaffen, der durch authentische Statements, faszinierende Bildsprache und den mitreißenden Rhythmus des Tangos überzeugt - tiefgreifend und federleicht.

Bavaria Vista Club: Live im Kino

Samstag, 27.12., 20:00 Uhr, Seefeld & Sonntag, 28.12., 11:00 Uhr, Starnberg

Bavaria Vista Club LIVE in den Breitwand Kinos!

Samstag, 27.12., 20:00 Uhr, Seefeld
In Anwesenheit des Regisseurs Walter Steffen
mit William "Wetsox", der bayerischen Blues-Legende aus dem Oberland


Williams "Wetsox" Fändrich spielt seit Mitte der 1970er den boarischen Blues. In eigenen Stücken mit bayrischen Texten greift er Geschichten aus dem Leben, von der Liebe über Politik bis zu den weltbewegenden Themen des Huglfinger Hinterlandes auf. Sein Verständnis des Blues als Volksmusik der Tramps und Outlaws spiegelt sich ganz folgerichtig auch wieder in eigenen Stücken in der Tradition eines Kraudn-Sepp.


Sonntag, 28.12., 11:00 Uhr, Starnberg
In Anwesenheit des Regisseurs Walter Steffen
mit der Unterbiberger Hofmusik


Die Unterbiberger Hofmusik vermischt seit 1992 Volksmusik mit Jazz. Zwischen bayrisch bodenständig und urbanem Jazz-Sound bewegt sich die Musik des international konzertierenden Ensembles, das in Unterbiberg seine Heimat hat. Im Zentrum des Ensembles stehen Franz Josef und Irene Himpsl mit ihren drei Söhnen Xaver, Ludwig und Franz jun. Die Unterbiberger Hofmusik vermischt höchst professionell bairische Volksmusik mit der Musik der Welt und tourt dafür rund um den Globus. Zur Zeit gilt ihr Interesse besonders der türkischen Musik, für die sie den bekannten türkischen Musiker Şeref Dalyanoğlu in ihre Band integriert haben.

Filmkritik:
"Die mitreißende Dokumentation von Walter Steffen vereint musikalische Vielfalt und charmante, kreative Künstlerpersönlichkeiten. Dabei gelingt es dem Film, den oberbayerischen Esprit einzufangen, der seit jeher das Land und die Menschen ausmacht und nur schwer in Worte zu fassen ist. Ein Musikfilm der etwas anderen Art, der auch mit den Vorurteilen gegenüber Volksmusik aufzuräumen versteht und als erfrischendes Roadmovie daherkommt." (www.kino.de)

Weitere Pressestimmen sowie Inhalt und Trailer zum Film finden Sie auch auf der Filmwebseite www.bavaria-vista-club.de

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