Film im italienischen Original: Cristo si é fermato ad Eboli

Mittwoch, 17.12., 19:30 Uhr, Starnberg

Zum 20. Todestag von Gian Maria Volonte

Mit Einführung durch Ambra Sorrentino-Becker

Cristo si é fermato ad Eboli
IT 1079, Regie. Francesco Rosi, mit Gian Maria Volonte
Ein Klassiker des Films! Ein Turiner Arzt wird als Opponent des faschistischen Staates 1935 in ein abgelegenes süditalienisches Nest verbannt wird. Dabei erfährt er allmählich das ihm fremde, archaische und elende Leben des Ortes.


Kritik:
Laut dem Fischer Film Almanach 1981 werde die literarische Vorlage „sorgfältig und optisch eindringlich“ umgesetzt, so getreu wie möglich, ohne dem Text wörtlich zu folgen, sondern hinsichtlich der Struktur. Dank des Hauptdarstellers und der Kameraarbeit „ist dieser Film zu einem differenzierten Kulturdokument und zugleich zu einem cineastisch in Farbe und Licht, Schatten und Stimmung, Montage und Rhythmus herausragenden Ereignis geworden.“[2] Die Zoom stellte einen Stilwandel Rosis fest, von realistischen Politthrillern hin zu einer „ethnographisch-anthropologischen Analyse“ der süditalienischen Kultur. Der Film besitze „Wärme und eine fast klassisch anmutende Gestaltung“. Die „außerordentlich behutsame und poetische Erzählweise“ entspreche der Vorlage, die Geschichte sei „nicht als naturalistischer, polemischer Bericht über den fortdauernden Pauperismus des Südens konzipiert, sondern als einfühlsame Begegnung zweier Kulturen.“ Die karge Landschaft hätten Kameramann De Santis und Rosi in „grossartigen“ Bildern eingefangen.

Das Lexikon des Internationalen Films lobte den Hauptdarsteller, die Ästhetik der Landschaft und das „sich differenzierende Verständnis“ für das Wesen Süditaliens.[3] Im evangelischen Filmbeobachter wurde der Film als Christusallegorie gedeutet. Die Hauptfigur, der verbannte Arzt, gewinne das Vertrauen der örtlichen Bevölkerung gerade durch seine Passivität und sein Schweigen; er unterlasse eine zivilisatorische Missionierung ebenso wie eine verlogen-einschmeichlerische Anpassung. Sie akzeptierten ihn, „weil der Arzt gerade ‚nichts will‘, weil er bescheiden, unaufdringlich, ohne weltstädtischen Hochmut, durch reine Anschauung die Menschen dazu bringt, auch ihn wahrzunehmen, als einen Menschen, der zwar anders ist, aber doch auch genauso ein Mensch wie sie.“ Erst dank dieses Vertrauens gelinge es ihm, die Bevölkerung zu humanisieren – so komme eine Christusgestalt doch noch in dieses Dorf. Darum handele es sich um einen der religiösesten Filme der letzten Jahre.

Wiederholung, 25.12., 11 Uhr Herrsching, ohne Einführung

Film im span. OmU: Carmina o revienta

Mittwoch,10.12., 19:30 Uhr, Seefeld & 17.12., 19:30 Uhr, Starnberg

ES 2012, 71 Min., FSK ab 12 Jahren, Regie: Paco León

Carmina, 58, betreibt eine Bar in Sevilla, Zum wiederholten Male wird sie bestohlen, diesmal werden ihr 80 Schinken entwendet. Als ihr die Versicherung mitteilt, dass sie den Schaden nicht bezahlt, muss sich Carmina etwas überlegen...

Zum Film: Carmina o Revienta OmU

AGENDA 21: Zeit der Namenlosen

Dienstag, 16.12.2014, 19:30 Uhr, Herrsching

Dokumentarfilm über Zwangsprostitution und Armutsvermarktung in der EU

D 2012, R.: Marion Leonie Pfeifer
90 Min. Interviews OmdU, FSK 16
Neben dem Drogen- und Waffenhandel gilt die Versklavung mittlerweile als das lukrativste Geschäft der Organisierten Kriminalität. Seit der EU-Osterweiterung ist der Nachschub schier unerschöpflich.
Die Dokumentation "Zeit der Namenlosen" von Marion Pfeifer thematisiert Zwangsprostitution und Armutsvermarktung in der EU. Anhand der Aussagen von Opferzeuginnen, Mitarbeiterinnen rumänischer und deutscher NGOs sowie von Kriminalbeamten des BKA und des Polizeipräsidiums München sollen die perfiden Strukturen des Frauenhandels aufgezeigt werden.

Anschließendes Filmgespräch mit der Regisseurin Marion Pfeifer sowie Inge Bell, Slavistikwissenschaftlerin, Buchautorin, führende Journalistin und Filmemacherin zum Thema Menschenhandel (ARD/ZDF/arte), EU-Botschafterin und Mitglied im "Aktionsbündnis gegen Frauenhandel". Inge Bell wurde 2007 für ihren humanistischen Dialog zwischen Ost- und Westeuropa mit der Auszeichnung "Frau Europas" geehrt.

Zum Film: Zeit der Namenlosen

Wiedersehen mit Brundibar - Filmgespräch mit Regisseur

Donnerstag, 11.12., 20:00 Uhr, Seefeld

Wir laden Sie herzlich zur Filmvorführung des Filmes WIEDERSEHEN MIT BRUNDIBAR ein. Im Anschluss diskutieren wir zusammen mit dem Regisseur Douglas Wolfsperger über den Film.

Noah, Fatma, Charlene und Alexander haben sich wie die meisten ihres Alters intensiv, aber auch - wie sie meinen - zu viel mit dem Thema Nationalsozialismus beschäftigt. Und jetzt sollen sie auch noch in einem Musiktheaterstück mitspielen, das sich mit dem Nationalsozialismus beschäftigt!? Die 15- bis 20-jährigen kommen aus sozial schwierigen Verhältnissen und sind junge Menschen, die viel zu früh viel zu viel Verantwortung übernehmen und mit Gewalt, Intoleranz, Missbrauch umgehen mussten. Sie studieren die Kinderoper Brundibár ein, die im Ghetto Theresienstadt in den Jahren 1943 und 1944 über fünfzig Mal von inhaftierten Kindern aufgeführt wurde. Eine der wenigen überlebenden Schauspielerinnen von damals ist Greta Klingsberg, die von den Kindern und Jugendlichen eingeladen wird, der Aufführung beizuwohnen. Zusammen mit ihnen erlebt sie das Stück neu.

Zum Film: Brundibar

Wunschfilm Dezember: Garp und wie er die Welt sah

Mittwoch, 10.12., 19:00 Uhr, Starnberg

Mit Einführung durch Thomas Lochte

Garp und wie er die Welt sah
USA 1987, 136 Min., FSK ab 16 Jahren, Regie: George Roy Hill, Darsteller: Glenn Close, Mary Beth Hurt, Robin Williams

Die Geschichte über den skurrilen T. S. Garp und seine feministische Mutter ist grotesk und tragikomisch. Es handelt sich um die Persiflage eines Bildungsromans und um eine Art Schelmenroman, denn Garp muss sich in einer chaotischen, aus den Fugen geratenen Welt voller Gewalt und Sexualität bewähren.
George Roy Hill spielt übrigens den verunglückten Piloten des Privatflugzeugs, und John Irving, der seit seinem vierzehnten Lebensjahr Ringer ist und sich später eigens eine private Sporthalle bauen ließ, tritt als Ringrichter auf.

Die Songs stammen von Michael Bruce ("Long Way to Go"), Mack Gordon und Harry Warren ("There Will Never Be Another You"), John Lennon und Paul McCartney ("When I'm Sixty-Four").

Der Bauer und sein Prinz: Filmgespräch mit Regisseur Bertram Verhaag

30.11., 11 Uhr, Starnberg + 07.12., 11 Uhr, Herrsching

Der Prinz of Wales, wie man ihn noch nicht kannte - die charmante Dokumentation von Bertram Verhaag weckt nicht nur neue Sympathien für Prinz Charles, sondern lehrt den Zuschauer auch einiges über intelligente nachhaltige und ökologische Landwirtschaft frei von Chemie und Giften. Sie zeigt, dass der Wunsch nach einem Leben im Einklang mit der Natur in der westlichen Zivilisation nicht erst seit gestern existiert. Zu guter Letzt wird so manches lang gehegte Vorurteil über Prinz Charles ad acta gelegt.

Anschließ. Filmgespräch mit dem Regisseur Bertram Verhaag

Zum Film: Der Bauer und sein Prinz

Kultkinonacht: Garden State

Samstag, 29.11.2014, 21:30 Uhr, Herrsching

Jeden letzten Samstag im Monat präsentieren wir Ihnen einen Film mit Kultstatus.

Der Kultfilm im November: Garden State

USA 2004, 102 Min., FSK ab 12 Jahren, Regie: Zach Braff, Darsteller: Peter Skarsgard, Natalie Portman, Zach Braff

Hier gibt es keine falsche, heuchlerische Hollywoodmoral. Hier wird einfach nur eine wundervolle, aus dem Leben gegriffene Geschichte mit superben Darstellern erzählt. Witzig, ironisch, zynisch, traurig, dramatisch, toll!
Andrew "Large" Largeman ist Mitte 20, schlägt sich als Fernsehschauspieler durch und hat seit neun Jahren sein Zuhause im "Garden State" New Jersey nicht mehr gesehen. Als seine Mutter überraschend stirbt, wird es für Large Zeit, heimzukehren. Zumindest für ein Wochenende, an dem ihn nicht nur die Konfrontation mit seinem Vater erwartet, sondern auch alte Freunde wie Totengräber Mark und neue Bekannte wie die geheimnisvolle Sam. Mit ihrer Wärme und Furchtlosigkeit gelingt es ihr, Large aus seinem Schneckenhaus zu locken.

Ein mitreißender Trip - nicht nur für Twentysomethings!

Zum Film: Garden state

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