Türkischer Film mit Untertiteln

Vangin yar

Montag, 14.5., 19 Uhr Starnberg
Mittwoch, 16.5., 19 Uhr Herrsching

Yangin var
Türkei 2010, 98 min.

Dem türkischen Feuerwehrmann Koshman wird eine große Ehre zuteil. Er soll das Geschenk der kurdischen Stadt Diyarbakir in seine Heimatstadt Chayirbagi, in der Provinz Trabzon, geleiten. Bei dem Geschenk handelt es sich um ein Feuerwehrauto. Wegen seiner nationalistischen Ansichten begibt er sich, trotz seiner großen Leidenschaft für Feuerwehrautos, nur widerwillig in die kurdische Stadt Diyarbakir. Letztlich findet sich der gutaussehende Mann aus der Region des schwarzen Meers doch in Diyarbakir wieder. Auf seiner Reise in die Heimat ist er jedoch in mysteriöser Begleitung, zum ersten mal nimmt er die überwältigende Schönheit der Landschaft wahr. Noch weiß er nicht, dass ihm eine Rückreise voller Bomben, Liebe, Gewalt, Trauer und Lachen bevorsteht, die sein Leben verändern wird.

Dok.tour 2012

Auch in der dritten Ausgabe der DOK.tour werden wieder vier herausragende Dokumentarfilme aus dem aktuellen DOK.fest Programm bayernweit im Kino präsentiert. Wieder ist die Bandbreite des dokumentarischen Arbeitens und der Themen wieder breit gesteckt. Eine essayistische Reise entführt in die Weiten der Wintersportindustrie, wir tauchen ein in die abenteuerlichen Welten der Live-Rollenspieler, liebevolle Porträts dreier Messies gewähren Einblicke in ihre achtsam gesammelten Trödelhaufen und Vergangenheit und Gegenwart einiger Nachfahren verschiedener namhafter Nazigrößen werden uns vor Augen geführt. Lassen Sie sich mitnehmen in diese Weiten und Welten!
Schnee
Eine essayistische Reise durch das österreichische Pitztal, die sich die Frage nach der Verantwortung des Wintersports stellt. Wie geht man mit der Ressource Berg und Natur um. Was passiert abseits der Pisten, zur Sommer- und Winterzeit. Eine stille Beobachtung die Fragen aufwirft ohne zu werten.
Hitler´s Children
Der israelische Filmemacher Chanoch Ze\'evi brachte Nachkommen von Tätern und Opfern des Holocaust zusammen und konfrontierte beide Seiten für den Dokumentarfilm „Hitler’s Children“ mit der gemeinsamen Geschichte.
Die Herren der Spiele
Drei Menschen mit einem außergewöhnlichen Hobby: Liverollenspiel (LARP). Ein Wochenende lang jemand anders sein, Abenteuer erleben, Schlachten schlagen, wieder Kind sein; Erholung von der Realität und sich selbst.
Messies – ein schönes Chaos
Schweiz 2011. Ein intimer Blick auf ein irritierendes wie faszinierendes Phänomen. Schweizer Filmpreis 2012.

AGENDA 21: Schnee

Mittwoch, 9.5., 19.30 Uhr

In Zusammenarbeit mit Dok.fest München
Moderiert von Martin Hirte

Schnee
Eine leise essayistische Reise in die Weiten und Welten der Wintersportindustrie. Was passiert abseits der Pisten, zur Sommer- und Winterzeit? Eine ruhige Beobachtung die Fragen aufwirft ohne zu werten. Eindrucksvoll, bildstark, still und fragend.
Der Dokumentarfilmer August Pflugfelder begibt sich mit seiner Kamera ins österreichische Pitztal, dem Traumziel Zigtausender von Wintersportlern. Er dokumentiert dort, wie der Massentourismus der Natur zu Leibe rückt, und wie die Menschen, die vom Wintertourismus leben, sich auf den Klimawandel einstellen: Sie trotzen dem Schneemangel und dem Rückzug der Gletscher mit kostspieligen Investitionen und Effizienzsteigerung und werden dadurch zu kleinen Rädchen in einem System der Urlaubsinszenierung, das sich wie ein Karussell immer schneller dreht und die Natur außer Acht lässt. Im Anschluss an den Film laden die Veranstalter ein zum Gespräch mit dem Regisseur über den Wintersport, seine ökologischen Auswirkungen und seine ungewisse Zukunft in Zeiten der globalen Erwärmung. Der Filmabend ist Programmpunkt des DOK.fest München 2012.

Brandloch

So., 29.4., 20 Uhr + Fr., 4.5., 20 Uhr

So 29.April 2012 - 20.00: Stürmisch bis heiter Performance
in Breitwand KinoLounge, Schloss Seefeld
Szenen – Texte – Tanz – Gesang & Rap: Sylvie Bantle, Tina Reuther
Instrumente: Friedemann von Rechenberg – Buch: Sylvie Bantle – Regie: Isabelle Feix
Eintritt: 13.-/10.- €

Stürmisch bis heiter
Performance mit Liedern, Texten & Überraschungen
Szenen – Texte – Gesang & Rap – Instrumente :
Sylvie Bantle, Tina Reuther, Friedemann von Rechenberg
Buch: Sylvie Bantle – Regie: Isabelle Feix

Grundlos vergnügt! Sich fügen, heißt lügen … Wie kommt es nur, dass wir noch lachen? Merkt Ihr nischt? Ich revolüzze! Was hat Hermynia Zur Mühlen mit Thomas Mann zu tun? Ein Krimi, nicht nur die Sache mit der Nummer 45. Und was macht Elisabeth Castonier eigentlich in Marokko? Oder eine Traumsammlerin im Dritten Reich? Nein, nicht grundlos vergnügt, wir freuen uns, weil sie da sind, ihre Worte, ihre Texte, ihre Visionen von Morgen …
> Sylvie Bantle, Schriftstellerin und Filmemacherin, und die Künstlerin Tina Reuther melden sich zu Wort, singen, rappen, tanzen, erzählen ihre eigenen und die Gedanken von Charlotte Beradt, Elisabeth Castonier, Mascha Kaléko, Walter Mehring, Zenzl und Erich Mühsam, Kurt Tucholsky, Hermynia Zur Mühlen u.a., bestens in Stimmung gebracht von Friedemann von Rechenbergs staunenswertem Musik&Klangrepertoire.

Fr 4.Mai. 2012 - 20.00: Roadmap für eine Straßendirne Multimediale Performance
in Breitwand KinoLounge, Schloss Seefeld
Route, Videoprojektion, Musik von Petra Dombrowski
Kartenleserin und Reisebegleitung Sylvie Bantle
Eintritt: 13.-/10.- €

Roadmap einer Straßendirne
Die Reise zu einem verschollenen “Familienkontinent“

Multimediale Performance – Stimmen, Videoprojektion, Musik, Bewegung
von Petra Dombrowski
Kartenleserin und Reisebegleitung Sylvie Bantle

Es ist das Schweigen des Vaters über seine Herkunft. Es ist mächtig. Bis eines Tages eine seiner Töchter den Gehorsam verweigert und beginnt, die Irritation zu hinterfragen: Was stimmt in dieser Familie nicht?
> Neugier und Entdeckergeist treiben sie an, diesem Tabu nachzuspüren. Eine Zeitreise in die Vergangenheit führt sie an verschiedenste Orte Deutschlands und weiter bis in die USA. Nach einem Jahrhundert kommt das gut gehütete Familiengeheimnis ans Licht: Die Urgroßmutter war eine Prostituierte!
Es ist ihre Urenkelin, die sie findet, weil sie sich dem Schweigen widersetzt und sich selbst auf den Weg macht.
Auf den Spuren einer ungewöhnlichen Ahnin entwerfen Sylvie Bantle und Petra Dombrowski eine Roadmap dieser totgeschwiegenen Urgroßmutter. Fundstücke bilden den leitenden Faden. Ein Dialog mit inneren Stimmen, mit alten und neuen Bildern entfacht sich, Texte entstehen, Kompositionen aus Tönen und Stimmungen, die die Lebenswelt einer eigenwilligen Frau erahnen lassen.

Kulinarisches Kino

Montag, 30.4.2012, 18 Uhr Kino Breitwand

Kulinarisches Kino

Wie oft hat ein Film schon mal Lust gemacht auf ein gutes Essen danach! Ab jetzt können Sie der Lust auf den Genuß nach dem Film sofort nachgeben. Zusammen mit dem Café Luna in Starnberg veranstalten wir das Kulinarische Kino. Erst den Film im Kino Breitwand, dann das passende Menu dazu im Café Luna. Der Preis beträgt 22 Euro und wegen der begrenzten Platzzahl ist unbedingt Reservierung mit Vorverkauf erforderlich.
Montag, 30.4., 18 Uhr
Soul Kitchen
mit anschl. Menu und Tanz in den Mai

Zum Film: Soul Kitchen

Gedicht und Film

Fr, 27. April 2012, 20:30 Uhr

Gedicht und Film:
Frühlingsgefühle
Fr, 27. April 2012, 20:30 Uhr
Kino Breitwand im Schloß Seefeld

Verse vom Frühling und von der Liebe bilden das Vorspiel zu Louis Malles Filmklassiker „Komödie im Mai“. Die brillanten französischen Schauspieler
Miou-Miou und Michel Piccoli spielen die Hauptrollen in dieser warmherzigen und heiteren Satire rund um eine Familie in den 68er-Jahren. Das cineastische Erlebnis wird durch Kurzauftritte von drei bekannten zeitgenössischen Schriftstellern aus der Region zu einem sinnlichen Erlebnis. Die Münchner Turmschreiber Anton G. Leitner und Wolfgang Oppler sowie die Pasinger Autorin Gabriele Trinckler rezitieren lustvolle Poesie zum Frühlingserwachen.

Die Veranstaltungsreihe „Gedicht und Film“ von Breitwand Kinos in Kooperation mit der Zeitschrift DAS GEDICHT verbindet seit Frühjahr 2011 Kino und Poesie. Nach dem Erfolg der ersten drei Veranstaltungen, u. a. im Rahmen des Fünf Seen Filmfestivals 2011, folgen im Jahr 2012 weitere spannende Themenabende mit Live-Lesungen, Spielfilmpräsentation sowie der Vorführung einzelner Gedichtclips.

Kino Breitwand im Schloß Seefeld, Lounge
(Schloßhof 7, 82229 Seefeld)
Eintritt: € 12,- / € 8,- (ermäßigt)

Die Reihe „Gedicht und Film“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Breitwand Kinos (www.breitwand.com) und der Zeitschrift DAS GEDICHT (www.dasgedicht.de),
mit freundlicher Unterstützung des Landratsamts Starnberg.

Kulturforum Starnberg: Kriegerin

25.4., 20 Uhr Kino Breitwand Starnberg

Erneut lädt das Kulturforum Starnberg zu einer spannenden Veranstaltung ein:

Kriegerin
ausgezeichnet u.a. mit dem Bayrischen Filmpreis

Im Kampf gegen die Gesellschaft
Lässt man die Tatöwierungen und den Chelsea Cut außer Acht und ignoriert ihr rabiates Auftreten und die Sätze, die sie von sich gibt, wirkt Marisa (Alina Levshin) nicht gerade wie eine Kriegerin: Eher klein und zierlich und mit einem eigentlich fein geschnittenen Gesicht könnte die junge Frau, die in einem öden Kaff im Osten Deutschlands lebt, eigentlich ein ganz normales Mädchen sein. Könnte, denn sie ist es nicht. Zumindest nicht nach ihren eigenen Maßstäben und in ihrem festgelegten Weltbild. Denn Marisa ist eine \"Nazibraut\", wie ein T-Shirt, das sie gerne trägt, stolz und trotzig verkündet. Ihr Hass richtet sich gegen alles und alle, die nicht in ihr Weltbild passen: \"In einer Demokratie kann jeder mitbestimmen. Du, ich, Alkoholiker, Junkies, Neger, Leute, die zu blöd sind, ihren Hauptschulabschluss zu schaffen\", so heißt es gleich zu Beginn des Filmes. Und oftmals reicht es schon, wenn einer nur ein klein wenig ausländisch ausschaut oder zu lange Haare hat und damit verdächtig ist, eine \"linke Zecke\" zu sein.

Gemeinsam mit ihrem Freund Sandro (Gerdy Zint) und den anderen ebenfalls stramm rechts eingestellten Mitgliedern ihrer Clique pöbeln sie in Nahverkehrszügen Menschen an und schlagen diese grundlos zusammen, so dass Sandro aufgrund der Gewalttaten bald schon im Knast landet, was Marisas Wut noch weiter wachsen lässt. Die richtet sich auch gegen \"die Neue\" Svenja (Jella Haase), die wenig jünger ist als sie und die Anschluss sucht an die Gruppe. Nur scheinbar aus besseren Verhältnissen stammend, ist sie für Marisa ein Dorn im Auge. Als ausgerechnet an dem Badesee, an dem die Clique immer abhängt, die beiden aus Afghanistan stammenden Asylbewerber Rasul (Sayed Ahmad Wasil Mrowat) und Jamil (Najebullah Ahmadi) auftauchen, nehmen die Ereignisse ihren verhängnisvollen Lauf. Und zumindest bei einer der beiden jungen Frauen wird ein Prozess des Umdenkens stattfinden.

Nicht erst durch die Ereignisse rund um die Zwickauer Terrorzelle, deren Enthüllung in den letzten Wochen und Monaten Deutschland erschüttert haben, ist David Wnendts Debütfilm Kriegerin ein im höchsten Maße bemerkenswerter Film geworden. Das Problem des Rechtsradikalismus vor allem in Teilen Ostdeutschlands ist seit der Wiedervereinigung ein Dauerthema, das wir nur wieder allzu gerne verdrängen und beiseite schieben. Und zwar deshalb, weil es auch den Finger auf die Wunden legt, die die Wiedervereinigung geschlagen hat – auf die hohe Arbeitslosigkeit im Osten und auf die mangelnden Perspektiven gerade in den ländlichen Gebieten. Davon erzählt aber Kriegerin nur am Rande. In der Analyse dessen, wie es dazu kommt, dass junge Menschen und vor allem junge Frauen der Magie dieses zutiefst menschenverachtenden Weltbildes erliegen, hebt der Film vor allem auf das persönliche Umfeld, auf die Eltern und Großeltern ab, auf den Freundes- und Bekanntenkreis. Man mag dies als eine etwas verkürzte und vereinfachte Motivation empfinden, doch sie kommt nicht von ungefähr – schließlich stieß David Wnendt bei seinen ausgiebigen Recherchen und zahlreichen Interviews mit jungen rechtsradikalen Frauen immer wieder auf diesen Punkt und hat ihm deshalb auch solch ein Gewicht verliehen.

Überhaupt merkt man dem Film in jeder Sekunde an, wie gründlich David Wnendt recherchiert hat, wie tief er in die Gedankenwelt junger Neonazis eingetaucht ist. Und so ist dieser Film vor allem immer dann von einer beängstigenden Kraft, wenn Wnendt einfach nur zuschaut, wenn er mit viel emotionaler Wucht zeigt, was Angst, Verzweiflung und Hass aus Menschen macht. Zugleich aber – und das ist durchaus eine weitere Stärke dieses packenden Films - wirft er zumeist nur Schlaglichter auf verschiedene Aspekte und Motivationen und überlässt vieles der Interpretation des Zuschauers. Was der Film trotz der einen oder anderen Schwäche (besonders am Ende meint man förmlich, das Insistieren eines Fernsehredakteurs bei der Abnahme des Drehbuchs zu verspüren), trotz mancher psychologischen Volte, verdeutlicht ist, dass wir alle viel zu lange die Augen und den Mund verschlossen haben vor der rechten Gefahr, die unserer Gesellschaft droht. Es ist an der Zeit, das Schwiegen und das Wegschauen zu durchbrechen – und dieser Film könnte in erheblichem Maße dazu beitragen, dass wir uns endlich mit dem real existierenden Neo-Nazismus beschäftigen. Nicht nur deswegen ist Kriegerin einer der kraftvollsten und wichtigsten jungen deutschen Filme der letzten Zeit.

(Joachim Kurz)

Einladung zum Filmgespräch

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